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  • EthikBank sammelt über 6700 Euro Spenden für unseren Verein "hamromaya Nepal e.V."

    2015-06-26_Danke-EthikBank-Erdbebenhilfe

    In den vergangenen Wochen sammelte die EthikBank gemeinsam mit ihren Kunden insgesamt 6782,39 Euro, um den Menschen des kleinen Landes im Himalaya zur Seite zu stehen, die nach dem verheerenden Erdbeben fast alles verloren haben. Wir freuen uns sehr, dass die EthikBank seit knapp 2 Jahren unseren Verein "hamromaya Nepal e.V." fördert und unsere Arbeit in Nepal unterstützt.

    Mit den Spenden werden wir die Projektarbeiten der einheimischen Nichtregierungsorganisation "Nepali Host Family" unterstützen. Gemeinsam werden wir Hilfsprogramme für das südlich von Kathmandu gelegene Dorf Ikudol organisieren.
    Mehr dazu hier: http://mein-nepal.blog.de/2015/06/24/update-spendenaktion-erdbebenhilfe-20590833/
    Zudem muss in der von schon länger betreuten Behindertenschule unbedingt eine neue Küche eingebaut werden und einige andere Gebäude benötigen eine grundlegende Sanierung.

    Mehr Informationen zur Spendenaktion der EthikBank, findet ihr unter:
    EthikBank sammelt über 6700 Euro Spenden für den Wiederaufbau in Nepal

    Wir bedanken uns herzlich bei der EthikBank und ihren Kunden!!
    Wir hoffen, dass wir schon bald von unseren Fortschritten berichten können.

  • Update: Spendenaktion für die Erdbebenhilfe

    Nachdem wir von hamromaya Nepal e.V. mittlerweile 6.500 Euro an Spenden einnehmen konnten und uns unsere Ansprechpartner vor Ort über die Details ihrer Pläne für den Einsatz der Gelder informiert haben, haben wir Ende letzter Woche insgesamt 4.500 Euro an unsere Partnerorganisation Nepali Host Family und an die kleine einheimische Hilfsorganisation Volunteer Sewa Nepal überwiesen.

    4.000 Euro an Nepali Host Family

    Dieses Geld wird für die aktuelle Nothilfe sowie für den langfristen Wiederaufbau im Dorf Ikudol im Lalitpur-Distrikt verwendet. Erdbeben in Nepal 2015Ikudol wurde vom Erdbeben am 25. April diesen Jahres schwer getroffen. Zahlreiche Gebäude sind vollständig zerstört oder so stark beschädigt, dass sie nicht mehr nutzbar sind. Dementsprechend leben viele Familien in Zelten oder anderen provisorischen Unterkünften.

    Erdbeben in Nepal 2015Bisher hat Nepali Host Family Wellbleche in das nur zu Fuß zu erreichende Dorf gebracht und mit freiwilligen Helfern begonnen, damit stabilere provisorische Unterkünfte und Toiletten zu bauen. Außerdem wurden Wasseraufbereitungstabletten bereitgestellt und den Einheimischen wurde gezeigt, wie diese genutzt werden können um sauberes Trinkwasser zu erhalten.

    Mehr Bilder können hier angeschaut werden.

    Erdbeben in Nepal 2015Langfristig muss z.B. die örtliche Grundschule unterstützt werden, die komplett beschädigt ist. Daneben liegt ein Schwerpunkt auf der Bereitstellung medizinischer Versorgung.
    Wir bedanken uns bei allen Spenderinnen und Spendern dafür, dass sie mit ihrer Unterstützung die Erdbebenhilfe in Ikudol ermöglichen und freuen uns, dass ihre Spenden nun zielführend eingesetzt werden.


    500 Euro an Volunteer Sewa Nepal

    Erdbeben Nepal 2015In einem etwas kleineren Rahmen unterstützt die einheimische Organisation Volunteer Sewa Nepal die Erdbebenopfer im Kavre Distrikt. Dort helfen die freiwilligen Mitbeiter und Volontäre den Menschen in Dörfern dabei, ihre Grundbedürfnisse wieder befriedigen zu können.
    Das bedeutet, dass sie diese mit Nahrungsmitteln, Trinkwasser sowie Medizin versorgen werden. Darüber hinaus werden auch Planen, Decken und Moskito-Netze zur Verfügung gestellt. Wir freuen uns sehr, dass wir auch in diesem Gebiet den Menschen helfen können.
    Erdbeben Nepal 2015Erdbeben Nepal 2015

    Wir bedanken uns bei allen Spendern für ihre tatkräftige und großzügige Unterstützung!

    Wer sich gerne bei der Erdbeben-Nothilfe in Nepal beteiligen möchte, kann immer noch an unseren Verein "hamromaya Nepal e.V. spenden.
    Weitere Informationen findet ihr auf unserer Webseite.

  • Aus einem anderen Blickwinkel...

    (verfasst von Sonja)

    Draußen rauscht der Wind, eisig und harsch, auch drinnen spürt man ihn. Durch die Ritze der Holzbretter dringt er ins Innere und bringt die gerade entzündeten Flammen der buddhistischen Butterkerzen zum Flackern. In dem dämmerigen Raum riecht es leicht modrig, nach feuchtem Holz und Staub. Es finden sich allerlei bizarre anmutende Gegenstände, bunte Figuren, die wie kampfeslüsterne Dämonen anmuten oder ebenso bunte Mobiles, welche von der Decke hinabhängen. Die Säulen aus grobem, dunklem Holz sind mit farbigen Ornamenten und Figuren bemalt. Dämonen, Götter und drachenähnliche Wesen, deren Farben bereits verblasst oder teilweise abgeblättert sind. Auf der Fensterbank liegen große Trommeln und daneben maskenähnliche Figuren, die an Totenköpfe erinnern. Ob es wohl Schamanentrommeln und Kultgegenstände sind, wie sie bei einigen Bergvölkern des Himalayas verwendet werden?

    Dieser Ort, so merkwürdig und fremdartig er auch anmutet, strahlt er dennoch Ruhe und eine ihm eigene Schönheit aus. Die körperliche Erschöpfung macht sich bemerkbar. Nach einem langen und anstrengenden Anstieg von rund 1000 Höhenmetern und der immer sauerstoffärmeren Luft bei über 3000 Höhenmetern, war selbst der kleine Anstieg zu dem alten buddhistischen Kloster Langtang Gompa eine Herausforderung. In Nepal, an der Grenze zu Tibet, befindet sich der Langtang-Nationalpark. In diesem Teil des Himalayas befindet sich der 7227m hohe Langtang Lirung, in dessen Schatten das Kloster und die kleine Siedlung liegen.

    Wahrscheinlich wurde das Kloster ein Jahr später wohl die starken Erdbeben vom 25. April und vom 12. Mai 2015 zerstört. In der Region des Langtang-Nationalparks gab es, verursacht durch das erste Erdbeben, eine massive Geröll- und Schlammlawine. Sie zerstörte das kleine Dorf Langtang komplett - nur ein Haus blieb stehen und viele Menschen starben. Mit dem Erdbeben und dem Erdrutsch kam unfassbares Leid über die Menschen, die sich im Tal befanden. Viele Regionen in Nepal wurden hart getroffen und Hilfen werden dringend gebraucht. Viele Häuser sind zerstört, oder die Bausubstanz stark beschädigt. Die nahende Monsunsaison macht dies nur noch schlimmer.

    Viele Medienberichte thematisieren die schleppende und problematische Hilfe aus dem Ausland. Berichtet wird über Geldmangel, die mangelhafte Infrastruktur und die ungerechte Verteilung der Hilfsgüter. Was aber nicht berichtet wird, ist wie die Nepalesen selbst diese Situation meistern. Mit Mut, Zuversicht und Selbstlosigkeit. In Eigeninitiative sammeln Freiwillige Spenden, beschaffen Hilfsgüter und koordinieren Hilfsmaßnahmen. Über die Facebook-Seite "Nepal Earthquake Relief Volunteer Coordination" werden beispielsweise freiwillige Helfer koordiniert und vernetzt. Während solcher Katastrophen sind werdende Mütter besonders getroffen, da eine angemessene medizinische Versorgung oft nicht mehr möglich ist. Die Initiative 10000 Mothers hilft Müttern und Schwangeren mit Soforthilfen und längerfristiger Unterstützung. Außerdem soll die Stellung von Frauen in der nepalesischen Gesellschaft langfristig verändert werden.

    Alle Menschen in Nepal haben gelitten und leiden immer noch aber immer mehr Läden und Restaurants öffnen wieder, aus ökonomischen Gründen, aber auch um zur Normalität zurück-zukehren. Der Konsens ist: Was passiert ist, ist passiert und es muss das Beste aus dieser Situation gemacht werden. Das Engagement und die vielen Initiativen der Bevölkerung können eine Chance sein etwas in der Gesellschaft zu ändern oder die zerstörte Infrastruktur kann eine Chance sein eine bessere und funktionierende zu schaffen. Eine solche Tragödie kann für vieles auch ein Neuanfang sein.

    Sie können den Menschen in Nepal bei der Überwindung der Katastrophe und einem Neuanfang helfen. Mit einer kleinen Spende an hamromaya Nepal e.V. ermöglichen Sie uns direkte Nothilfe zu leisten, beispielsweise Ressourcen wie Zelte, Planen, Decken, Kleidung, Trinkwasser, Nahrung, Medizin etc. an die Menschen zu verteilen. Sie können aber auch auf die Lage in Nepal und auf unsere Arbeit dort aufmerksam machen. Schenken Sie uns ein "Gefällt mir" auf Facebook, teilen Sie unsere Beiträge, verlinken Sie uns, schreiben Sie über uns. Helfen Sie uns dabei, in Ihrem Freundes- und Bekanntenkreis bekannt zu werden.

  • Königsplätze nach Erdbeben wieder geöffnet

    Sieben Wochen nach dem verheerenden Erdbeben am 25. April 2015 sind die wohl bekanntesten Sehenswürdigkeiten im Kathmandu-Tal wieder für Touristen geöffnet worden. Die ehemaligen Königsplätze (Durbar Squares) in Kathmandu, Bhaktapur und Patan sind nun wieder - mehr oder weniger - zugänglich. Zwar läge überall noch Schutt und Asche herum, aber zumindest seien die Plätze wieder für Besucher begehbar.

    Nepal möchte so schnell es geht wieder zur Normalität zurückkehren. Das Land braucht einfach die Einnahmen aus dem Tourismus und möchte mit der Wiedereröffnung ein Zeichen setzen. Ein Zeichen für Sicherheit trotz bis heute andauernder Nachbeben. Sicherheitsbedenken weisen die nepalesischen Behörden von sich.
    Kritisiert wird dies vor allem von der UNESCO, deren Weltkulturerbestätte große Schäden vom Erdbeben davon getragen haben. "Die Gefahr ist immer noch groß, dass Gebäude einstürzen. Auf dem Durbar-Platz in Kathmandu beispielsweise ist eine ganze Fassade instabil, wir können da keine Besucher entlanglaufen lassen".

    Seltsamerweise ist Kritik erst aufgekommen, nachdem die Königsplätze wieder für Touristen geöffnet wurden. Denn zuvor waren sie bereits zum Teil zugänglich gewesen, sodass Einheimische wie gewohnt durchliefen.
    Auch ich bin zwei Tage nach dem großen Beben im April zum Kathmandu Durbar Square gelaufen und bin durch den ehemaligen Köngisplatz gegangen, um die verheerenden Auswirkungen des Erdbebens mit eigenen Augen zu sehen. Bereits zwei Tage nach dem Erdbeben wurde bereits der Schutt zur Seite geräumt, sodass begehbare Pfade entstanden sind. Einige Gebäudefassaden sahen tatsächlich beängstigend einsturzgefährdet aus!

    Wie schnell sich Nepal von der Erdbeben-Katastrophe erholen kann, hängt auch unmittelbar damit zusammen, ob die kommende Touristensaison (ab Oktober) erfolgreich wird... Bleiben die fast täglichen Nachbeben bestehen, ist es nur schwer vorzustellen, dass die Zahl von fast 800.000 Touristen in den vergangenen Jahren in diesem Jahr ebenfalls erreicht wird.

    Quelle: http://www.spiegel.de/reise/fernweh/nepal-koenigsplaetze-nach-erdbeben-wieder-fuer-touristen-offen-a-1038855.html

  • Nepal Buch-Empfehlung: "Verkauft"

    Jährlich werden fast 12.000 nepalesische Mädchen von ihren Familien - absichtlich oder unwissentlich - an skrupellose Menschen verkauft, die die hilflos ausgelieferten Mädchen als Sex-Sklaven in Indiens Bordellen halten.

    Patricia McCormick erzählt in ihrem fiktiven Roman die Geschichte der 13 Jährigen Lakshmi, die in die Fänge solcher Schleuser kam. Lakshmi lebt mit ihrer Mutter und ihrem neugeborenen Bruder in einem kleinen, entlegenen Dorf im Himalaya. Ihr Stiefvater ist ein Drinker, der die gesamten Ersparnisse beim Glücksspiel einsetzt. Um die Familie finanziell zu unterstützen, verkauft ihr Stiefvater Lakshmi an eine Frau, die behauptet, Lakshmi als Dienstmädchen in der Stadt anstellen zu wollen. Doch es kommt ganz anders. Das "Haus der Heiterkeit" in Indien ist von nun an Lakshmis neue Heimat. Ein Ort, in dem kaum mehr jemand heiter ist...

    "Verkauft" gibt uns erschreckende Einblicke in das Leben von jungen nepalesischen Mädchen, die entgegen ihren Willen in Indiens Bordellen arbeiten und zeigt uns auf beunruhigende Weise, wie schnell Träume und Hoffnungen zerplatzen. Der Roman zeichnet den Horror, den die jungen Frauen erleben, das Leid, aber auch Lichtblicke in ihrem schrecklichen Alltag, die sie arrangierten, um ihrem Leben nicht noch die letzte Würde zu nehmen. Die Autorin widmet ihr Werk diesen Frauen.

    Das Buch ist (abgesehen vom Beginn) kein explizites Buch über Nepal. Dennoch spiegelt es auf erschreckende Weise wider, was in diesem Land augenscheinlich an der Tagesordnung steht. Kinder werden in die Städte geschickt, von denen nicht immer alle wie versprochen als Dienstmädchen arbeiten... Und das alles nur, um für wenige Dollar aus der Armut zu entkommen...


    Patricia McCormick (2009):
    "Verkauft: Roman"

    Taschenbuch, 320 Seiten
    5. Auflage
    FISCHER KJB
    ISBN 978-3596807178
    Ladenpreis: 7,95€


    Obwohl die Geschichte fiktiv erzählt wird, ist sie überaus realistisch und authentisch geschrieben. Das liegt daran, dass Patricia McCormick die Routen erkundet hat, in denen viele nepalesische Mädchen aus ihrer Heimat ins Rotlicht-Milieu von Kalkutta geschleust werden. Sie führte diverse Interviews mit Hilfsorganisationen, die sich auf die Rettung solcher Mädchen spezialisiert haben. Vor allem aber sprach sie persönlich mit den Mädchen, die dieses grausame Schicksal überlebt haben - diese jungen Frauen ist dies widerfahren, was den meisten Menschen ein nicht-auszumalendes Horror-Szenario darstellt.
    Der Schreibstil des Buches ist in eine Art Tagebuch-Form aus der Perspektive von Lakshmi gehalten. Jedes Kapitel hat einen stichhaltigen Titel. Jedes Kapitel ist selten länger als eine Seite. Mit dieser Schreibweise werden die ganzen Erfahrungen Lakschmis dem Leser vor Augen geführt. Es wird nicht großartig irgendetwas beschrieben. Lakshmi saugt die Umgebung auf, schreibt sie auf und erzählt uns auf diese Weise ihre persönliche Geschichte.

    Zusammenfassung des Buches von Amazon.de:

    Gebt mir mein Leben zurück!
    Die dreizehnjährige Lakshmi aus Nepal merkt schnell, dass man sie belogen hat. Niemals wird sie als Dienstmädchen für eine reiche Frau in der Stadt arbeiten. An eine Mädchenhändlerin hat ihr Stiefvater sie verkauft, und ein heruntergekommenes Bordell in Kalkutta ist ihr neues Zuhause. Lakshmi wird geschlagen, vergewaltigt und unter Drogen gesetzt – bis sie sich fügt. Und ganz gleich, wie viele Männer sie Tag für Tag mit auf ihr Zimmer nimmt, nie wird sie genug Geld zusammenbekommen, um sich freizukaufen. Da taucht eines Tages ein Fremderr auf, der Lakshmi heimlich fragt, ob er ihr helfen kann. Und Lakshmi schöpft wieder Hoffnung …

    Nominiert für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2009



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