szmmctag

  • Das Gleichgewicht - den mittleren Weg - finden....

    Ein wesentlicher Bestandteil des Buddhimus ist es, den mittleren Weg zu gehen. Der mittlere Pfad als Wegweiser zur Erleuchtung. Ein Weg, der eine ausgeglichene Lebensführung vorsieht. Ein Weg zwischen ausgiebigen Sinnesfreuden und strenger Askese.

    Diesen mittleren Weg kann man natürlich auf jede Alltags- und Lebenssituation übertragen.
    Ich persönlich bin nicht gläubig, interessiere mich aber dennoch für alle Religionen und respektiere den Glauben anderer. Den Buddhismus sehe ich selbst eher als Philosophie - meine persönliche Meinung.

    So gilt es für mich nun auch das Gleichgewicht im Leben zu finden.
    Knapp 3 Wochen nach meinem 26. Geburtstag wird es so langsam Zeit mein Leben auf die richtigen Bahnen zu bringen. Doch was genau ist richtig für mich?
    Es gibt eine große Differenz zwischen den Dingen, die ich tun möchte und denen, die ich tun müsste.
    Alles unter einem Hut zu bringen - ist so sehr ich es auch möchte - leider nicht möglich. Es geht darum sich zu entscheiden, auf was man eher etwas mehr verzichten kann und somit dieses etwas mehr im Hintergrund fallen lässt.

    Mir gefällt mein Leben so wie es im Moment ist. Ich mache das, was mir Freude bereitet und setze mich für die Menschen ein, die mir am meisten am Herzen liegen. Ehrenamtlich leite ich unsere Hilfsorganisation und verdiene mir als studentische Aushilfe meinen Unterhalt und meine Aufenthalte in Nepal.
    Doch auf der anderen Seite muss ich auch an meine Zukunft denken. Ich muss langsam auch "richtiges" Geld verdienen... Mit meinem Uni-Abschluss und meiner Erfahrung in der Tasche würde ich wohl problemlos einen Job finden können.
    Lange Warten darf ich nicht.... die Konkurrenz ist groß und man wird ja auch nicht jünger ;)

    Ich wette aber, dass ich nicht der einzige bin, der sich mit diesem "Problem" herumquält :)
    Eine Entscheidung zu treffen zwischen den Dingen, die man tun möchte und den Dingen, die man tun muss, ist nicht einfach...
    Geht es nach meinem Herz wären meine Koffer schon gepackt und ich säße im Flieger zurück nach Nepal. Betrachte ich alles rational mit meinem Verstand, müsste ich jetzt im Büro sitzen und Geld für meine Rente verdienen ;)

    Hmmm das Gute ist aber, dass ich diese schwerwiegende Entscheidung weder heute noch morgen treffen muss :)
    Man kann immer ein bisschen schummeln. Momentan sieht es wohl so aus, als würde ich im Oktober mein Master-Studium beginnen, um mich auf einen bestimmten Bereich zu spezialisieren, indem es mir wohl in Zukunft am meisten "Spaß" macht zu arbeiten.
    Damit schiebe ich meine Zukunftsfrage um 2 weitere Jahre nach hinten. 2 Jahre, in denen ich relativ flexibel bin, um weiterhin das zu tun, was ich tun möchte und gleichzeitig auch das tun kann, was ich tun muss...
    Na, hoffentlich geht das nicht nach hinten los :)

  • Vorstellung/Projekte von hamromaya Nepal e.V.

    In der letzten Zeit habe ich immer mehr nur über unseren Verein geschrieben.
    Das wird sich sicherlich in Zukunft wieder etwas ändern. Doch momentan liegt eben der Fokus darauf. Wir werden zu Meetings eingeladen und stellen dort unseren Verein sowie unsere Projekte vor, um so in Zukunft Partner und Förderer zu finden.

    Die Präsentation haben wir natürlich auch auf unseren Vereinsseiten abgelegt.
    Wer also Interesse hat, zu erfahren, wer wir sind, was wir tun, wie und wem wir helfen, was unsere Ziele sind und wie wir diese erreichen wollen, kann sich gerne in Ruhe die Präsentation anschauen. Dort findet man alle nötigen Informationen zusammengefasst :)
    http://deutsch.hamromaya-nepal.org/wp-content/uploads/2013/04/Vorstellung_hamromaya-Nepal_Stand-2013-04.pdf

  • Neue Vorhänge für Waisenhaus in Nepal

    Eines der Einrichtungen, die unser gemeinnütziger Verein "hamromaya Nepal e.V." gemeinsam mit unserer einheimischen Partner-Organisation "Nepali-Host-Family" unterstützt, ist das Waisenhaus "Buddhist Child Home".

    Ursprünglich war das Waisenhaus in Jorpati, einem Stadtteil östlich von der Touristenattraktion "Boudhanath Stupa", angesiedelt. Aus Hörensagen wusste ich, dass das Waisenhaus überaus spärlich ausgestattet und ziemlich heruntergekommen waren.
    Doch wie sich bei meinem ersten Treffen herausstellte, ist das Waisenhaus bereits Anfang des Jahres in eine neue Bleibe gezogen.
    Die neue Einrichtung ist ein drei-stöckiger Neubau! Groß, sauber und sehr gut ausgestattet - selbst mit westlichen Toiletten!! Allerdings muss ich direkt hinzufügen, dass das Gebäude nicht dem Waisenhaus selbst gehört, sondern für die nächsten Jahre gemietet wurde. Mit dem Vermieter wurde ein kleiner Vertrag ausgehandelt, sodass die Miete innerhalb der nächsten 5 Jahre definitiv nicht steigen wird! :)

    Ich kenne leider nicht den genauen Mietpreis, aber ich kann mir vorstellen, dass dieser wohl verglichen zum alten Gebäude auf dem selben Niveau - wenn nicht sogar günstiger - ist. Dies liegt daran, dass das neue Gebäude nun am äußersten östlichen Stadtrand von Kathmandu liegt. Garret - der Leiter von Nepali-Host-Family - erklärte mir, dass die Grundstückspreise in dieser Gegend weit unter dem "normalen" Kathmandu-Niveau liegen. Schaue ich mir die Infrastruktur an, verstehe ich auch warum ;)

    Nichtsdestotrotz ist das Gebäude, in dem sich nun Buddhist Child Home befindet, wunderschön! Die Zimmer sind große und werden von mehreren Kindern geteilt. Betten, Schränke und Tische wurden bereits besorgt.
    Da wir mit unserem Verein auch helfen wollten, bat uns Durga Ma'am darum, Vorhänge für die 15 großen Fensters des Waisenhauses zu besorgen.
    Wir stimmten zu, da ohne Vorhänge man vor allem Abends bei brennenden Lich sich beobachtet fühlt... Statten wir das Waisenhaus mit neuen Gegenständen - in diesem Fall Gardinen - aus, so helfen wir den Kindern dabei, sich noch heimischer zu fühlen. Und bevor wir Sachen besorgen, die nicht gebraucht werden, nehmen wir natürlich die Bitte der Direktorin an ;)

    Für die farblich zu den Wänden passenden Vorhänge im einfachen Muster haben wir genau 114,03€ ausgegeben. Das entspricht genau 12.350 NPR. Der nette Verkäufer wollte uns Vorhänge mit einem bestimmten Strickmuster andrehen, welche insgesamt das Doppelte gekostet hätten... aber das konnte ich - so schön diese auch waren - nicht verantworten :)
    Nach zähen Verhandlungen bei einigen Tassen warmen Milchtees kamen wir dann letztendlich zum obig genannten Preis :)

    Bilder von den Vorhängen können in der Galerie auf unserer Webseite angeschaut werden.

  • Eye Check-Up für Kinder aus Buddhist Child Home

    Eines der neuen Projekte unseres Vereins "hamromaya Nepal e.V." hat den Schwerpunkt in der medizinischen Untersuchung von Kindern aus unseren Partner-Einrichtungen in Nepal.

    Gemeinsam mit unserem einheimischen Partner "Nepali-Host-Family" haben wir beschlossen, uns zunächst einmal speziell auf ein Check-Up der Augen zu konzentrieren.
    Wir möchten mit Hilfe unserer Partner-Organisation die schulpflichtigen Kinder aus dem Waisenhaus "Buddhist Child Home" auf ihre Augen untersuchen lassen.
    Während meines Aufenthaltes in Nepal im Frühjahr 2013 waren wir bereits in der Lage 7 Kinder in eine Augenklinik zu bringen. Etwa 20 Kinder stehen für die Zukunft noch aus.

    Für medizinische Untersuchungen in Nepal braucht man in der Regel immer etwas Geld und ganz, ganz starke Nerven - vor allem, wenn man eines der staatlichen und somit günstigeren Hospitale besucht. Denn je günstiger ein Hospital, desto mehr Patienten befinden sich dort...
    Garret, der Leiter von Nepali-Host-Family, und ich brachten insgesamt 7 Kinder unterschiedlichen Alters aus dem Waisenhaus Buddhist Child Home in die staatliche Augenklinik "Tilgana Eye Center" nahe dem Flughafen von Kathmandu.

    So läuft der Check-Up in der Regel ab:
    1.0 Transport zum Eye-Center (mit Taxi oder Bus)
    2.0 Ziehen eines Tickets (wie beim Bürgeramt)
    3.0 Warten
    3.1 Noch mehr warten....
    4.0 Erste schnelle Untersuchung; weitere Untersuchungen sind danach IMMER nötig
    5.0 für weitere Untersuchungen bezahlen
    5.1 am einzigen Kassenschalter warten....
    5.2 bezahlen und mit Quittung zum Untersuchungszimmer
    5.3 wieder warten -.-
    6.0 Untersuchung im neuen Behandlungszimmer
    6.1 wiederhole Schritt 5.0 - 6.0 bis keine Untersuchungen mehr notwendig
    7.0 gegebenenfalls Medizin kaufen
    8.0 gegebenenfalls Brille machen lassen

    Jeder Schritt ist natürlich mit Kosten verbunden. Allerdings sind diese nicht allzu hoch, sodass wir pro Kind mit Kosten in Höhe von 8€ (etwa 900 NPR) kalkulieren. Die Brille ist natürlich der kostspieligste Teil dieses Projektes (etwa 6€ bzw. 650 NPR). Aber da nicht jeder eine Brille benötigt, können wir die Kosten schön umverteilen :)

    Mehr Informationen zum Spendenprojekt hier.
    Bilder finden sich in der Galerie auf unserer Webseite.

    PS: Von den 7 Kindern, die wir ins Hospital zur Untersuchung mitgenommen hatten, brauchten 4 eine Brille, die wir wenige Tage später diesen auch besorgten :)

  • Snowland-Absolventen Lunch 2013

    Am 10.März 2013 war es endlich soweit. Ich hatte nach langem hin und her mit der Schuladministration die Erlaubnis, die diesjährigen Schülerinnen und Schüler aus der 10. Klasse der Snowland Ranag School im Namen unseres Vereins "hamromaya Nepal e.V." zum Mittagessen einzuladen.

    Warum dies ein Projekt ist, dass von unserem Verein gefördert wird?
    Nun ja, im Frühjahr jeden Jahres treten alle Schülerinnen und Schüler in Nepal bei den landesweiten Schulabschlussklausuren an - dem sogenannten SLC. Wer mehr über das SLC erfahren möchte, kann gerne in meinem etwas älteren Eintrag herumstöbern :)
    Nach erfolgreichem Abschluss des SLC sind die Schulabsolventen die Türen für eine weiterführende 2-jährige Schule - einem College - geöffnet.
    Da die Snowland Ranag School eine Heimschule ist, die nur bis zur 10. Klasse unterrichtet, werden die Absolventen die Schule verlassen müssen. Daher suchen wir auch für jeden Absolventen Paten, die bereitwillig unsere Absolventen bei ihrer weiteren Ausbildung finanziell unterstützen - mehr dazu hier.
    Die Einladung zum Mittagessen ist als eine Art Belohnung, Ablenkung und kleine Abschiedsfeier gedacht. Desweiteren möchten wir mit dieser Aktion eine Tradition beginnen, bei der wir jedes Jahr die Absolventen-Klasse zum Essen einladen. Dies würde auch zeigen, dass wir langfristig denken, und die Kids in Snowland nicht vergessen - wobei sie das von mir ohnehin nicht annehmen. Sie wissen, dass ich zu gegebener Zeit zurückkommen werde! :)

    Im Frühjahr 2012 als die ersten Schülerinnen und Schüler in der Geschichte der Snowland Schule beim SLC antraten, war ich ebenfalls in Nepal. Sehr spontan entschieden Kaveeta, eine australische Volontärin, und ich die Kinder zum Essen einzuladen. Diese Veranstaltung war ein riesen Erfolg und sprach sich schnell in Snowland um, sodass ich damals schon beschlossen hatte, eine Tradition daraus zu machen.
    Umso glücklicher bin ich natürlich, dass wir es geschafft haben - wenn auch mit kleineren Schwierigkeiten und Abstrichen....

    Nichtsdestotrotz war das diesjährige Absolventen-Lunch ebenfalls sehr erfolgreich!! :)
    Am 10. März - knapp eine Woche vor dem SLC - hat man mir letztendlich doch die Erlaubnis gegeben, die 10. Klasse zum Essen einzuladen. Allerdings durfte ich die insgesamt 7 Kinder der Klasse nur in der näheren Umgebung ausführen und auch nur in Begleitung eines Lehrers.... Doch im Stadtteil Buddhanilkantha/Narayanthan gibt es nicht viele größere Restaurants, da diese Gegend im Norden Kathmandus nur von wenigen Touristen besucht wird...
    Von den 3 möglichen Restaurants, war an diesem Tag auch nur eines geöffnet -.-
    So war die Entscheidung schnell getroffen - "BASIL - Pizza&Pasta with Tandoori Cafe" machte mit uns wohl sein Geschäft des Monats :)
    Das Restaurant war sehr sauber, das Essen sehr abwechslungsreich (international aber auch einheimische Küche), keine lange Wartezeiten (ein Wunder in Nepal) und viieeeeel günstiger als in den "Touristen-Hotspots". Wir bestellten Unmengen an verschiedenen Speisen, die meine Kids noch nie in ihrem Leben gegessen haben und hatten von den ursprünglichen 50€ (5.400 NPR) am Ende sogar noch knapp 10€ (1.100 NPR) übrig, welches wir in den kleinen lokalen Märkten für Schokolade und andere Süßigkeiten ausgaben.

    Bilder der Veranstaltung können in der Galerie auf unserer Webseite angeschaut werden.

    PS: An diesem Tag war ebenfalls ein sehr großer Feiertag in Nepal - "Shivaratri" genannt. Kinder stellen traditionell Straßensperren auf und verlangen von jedem, der passieren möchte, etwas Kleingeld (1-2 NPR Münzen). Wir haben die Kleinen mit unserer Schokolade bezahlt :)

  • Hilfe für eine Schule für geistig Behinderte in Nepal

    Während meines nun schon 3. Aufenthaltes in Nepal lag der Fokus dieses Mal bei der Realisierung der Hilfsprojekte unseres gemeinnützigen Vereins "hamromaya Nepal e.V.".

    Vor meiner Abreise haben wir uns auf 3 Partner-Institutionen konzentriert:
    - Buddhist Child Home (ein Waisenhaus in Kathmandu)
    - Compact English School (eine Primärschule in Kathmandu)
    - Snowland Ranag School (eine Heimschule in Kathmandu)
    Für mehr Informationen zu unseren jeweiligen Partner-Institutionen folgt bitte den jeweiligen Links. Allerdings werdet ihr auf der englischsprachigen Seite landen, da ich die deutsche Webseite noch aktualisieren muss... Sorry dafür...

    Um auch das Portfolio unserer Projekte zu vergrößern, haben wir im Einklang mit unserer einheimischen Partner-Organisation "Nepali-Host-Family" beschlossen, dass wir auch das Rehabilitationszentrum "Nirmal Bal Bikas Vidhyalaya" in unsere Projekte aufnehmen.

    "Nirmal Bal Bikas Vidyalaya" wurde 1980 gegründet und war das erste Rehabilitationszentrum in Nepal, dass sich auf geistig behinderte Kinder und Erwachsene konzentriert. In schulischen und einfachen arbeitstechnischen Aktivitäten soll den Menschen hier, die Zukunft und die Integration in ihre Familien sowie in die nepalesische Gesellschaft erleichtert werden.
    Das Rehabilitationszentrum steht auf einer relativ großen Fläche, die vom nepalesischen Sozialamt - so wie ich es verstanden habe - mietfrei zur Verfügung gestellt wurde. Doch außer dem großen Gelände und den Menschen, die sich für diese Institution engagieren, gibt es nicht viel positives zu berichten.
    Die Klassenräume sind trostlos und total heruntergekommen, die Toiletten nicht mehr nutzbar, die Küche spartanisch ausgestattet, der Schulbus defekt. Es fehlen finanzielle Mittel an allen Ecken und Enden. So müssen Lehrer leider aus eigenen Mitteln Unterrichtsmaterialien bezahlen.

    Es kommt mir so vor, als hätten die ehemaligen Sponsoren und Geldgeber dieses Rahabilitationszentrum schon lange verlassen. Ich habe die Direktorin der Schule kennengelernt - korrupt ist diese bestimmt nicht! Sie und ihr Team tun ihr bestes, um weiterhin geistig behinderte Menschen zu schulen. Doch der Glanz der frühen Gründungsjahre ist schon lange verflossen...
    Ich behaupte einfach, dass die Sponsoren und Geldgeber nun in andere Projekte investieren, die einen höheren Profit versprechen.
    Denn mit "gemeinnützigen" Einrichtungen kann man in Nepal einiges an Geld scheffeln. Eltern bezahlen bereitwillig Schulgebühren für ihre Kinder, wohl wissend das nur eine gute Ausbildung eine ruhmreiche Zukunft in der Stadt ermöglicht.
    "Nirmal Bal Bikas Vidhyalaya" nimmt keine Schulgebühren und lässt sich nur den Fahrpreis mit ihrem Schulbus von den Familien ihrer Schüler zurückerstatten. Doch ohne einen funktionieren Schulbus fehlt es an einer Einnahmequelle.

    Das Rehabilitationszentrum lebt nur noch von wenigen Spendern.
    Daher haben wir - hamromaya Nepal e.V. - beschlossen, dieses Zentrum zu unterstützen. Zwar werden wir alleine den Glanz alter Tage womöglich nicht (in naher Zukunft) zurück bringen können, doch wir können das Leben und die Ausbildung in der Schule definitiv erleichtern!

    Mit unseren ersten Projekten - kleine Anschaffungen, die unbedingt notwendig gewesen waren - haben wir den ersten Schritt schon getan:
    - ein großer Petroleum-Kocher für die Küche
    - eine Hand-Näh-Machine für den Näh&Häkel-Kurs
    - 10m Stoff zum Üben mit der neuen Nähmaschine
    - 4KG Wolle, mit dem die Schüler häkeln lernen

    Bilder vom Rahabilitationszentrum und unseren Anschaffungen gibt es hier.

    Jetzt heißt es weiterhin am Ball bleiben und von Schritt zu Schritt denken.
    Ich erinnere mich noch gut an meine letzten Worte mit der Direktorin der Schule - eine ältere Dame, die geistig und körperlich noch sehr vital ist und hervorragend Englisch spricht.

    Direktorin: "Nun wirst du bald in deine Heimat zurückkehren. Weit weg von den Sorgen der Menschen hier in Nepal. Viele Leute haben uns schon besucht, viele Leute haben versprochen, uns weiterhin zu unterstützen, wieder nach Nepal zurück zu kehren... Viele haben uns vergessen....
    Ich: "Aber ich werde wieder kommen! Ich bin schon das dritte Mal hier - mein insgesamt neunter Monat! Nepal ist mein zu Hause. Ich werde nach Hause kommen! Ich werde Sie nicht vergessen!"
    Direktorin: "Vielleicht. Vielleicht aber auch nicht. Aber es ist nicht schlimm. Du kannst mich ruhig vergessen! Aber bitte vergiss niemals unsere Schule!"

  • Projekt realisiert: Neue Möbel für Schule in Nepal

    Ein erstes Update zu den Projekten unseres Vereins hamromaya Nepal e.V. folgt nun hier.

    Kurz nach der Errichtung unseres Vereinskontos am Ende des letzten Jahres haben wir schnell mit unserer einheimischen Partnerorganisation "Nepali-Host-Family" beschlossen, die Compact English School in Kathmandu zu unterstützen.
    Die Compact English School ist eine kleine Primärschule für Kinder bis zur 5.Klasse, in der "Nepali-Host-Family" auch Volontäre aus aller Welt entsendet.

    Wir einigten uns darauf, dass wir Geld für neue Schulmöbel sammeln wollten. Unser erstes Ziel für dieses Projekt waren 400€ für 10 Schulbänke+Schultische, auf denen jeweils 2 Kinder Platz finden sollen. Dieses Spendenziel hatten wir kurz vor meiner Abreise nach Nepal erreicht.

    Bei meinem ersten Besuch in der Compact English School stellte sich heraus, dass die Schule auch eine "Nursery"-Klasse (Kinderkrippe) und 2 Kindergartenklassen führt.
    In Absprache mit Frau Arati Shrestha - der Direktorin der Schule - und Garret - dem Leiter von "Nepali-Host-Family" - beschlossen wir unser Projekt minimal zu verändern und uns nicht mehr um die Schulklassen zu kümmern, sondern um die Kindergartenklassen, da die Qualität der Schulmöbel in diesen Klassen weit unter dem schulischen Durchschnitt lagen.

    So besorgten wir für insgesamt 506,23€ (=57.000NPR) 6 große Tische, 12 Schulbänke und 12 Stühle für insgesamt bis zu 36 Kinder!!
    Zwar überstiegen die Kosten um 106,23€ den gesammelten Spenden für dieses Projekt, doch aufgrund von einigen projektunabhängigen Spenden, konnten wir genügend Budget für dieses Projekt zur Verfügung stellen.

    Ein Vorher-Nachher-Bild kann hier angeschaut werden:
    Neue Schulmöbel für Kindergartenklasse in Kathmandu

    Mehr Bilder zur Compact English School findet man hier.

  • Nach 26 Tagen (mehr oder weniger) zurück aus Nepal....

    Seit Montag Abend stehe ich wieder unter deutschem Boden. Doch so richtig bin ich trotzdem noch nicht angekommen. Meine Gedanken kreisen weiterhin in Nepal herum. Mental bin ich wohl noch dort. Ein seltsames Gefühl... als wären die letzten vier Wochen nur ein intensiver Traum gewesen...

    Bei meinem nun dritten Nepal Besuch konnte ich leider nur 26 Tage im Land bleiben - zu kurz um andere Städte längerfristig zu besuchen, zu kurz um die Touristenattraktionen zu sehen, und definitiv zu kurz, um genügend Zeit mit denen zu verbringen, mit denen ich sie am liebsten verbracht hätte...
    Insgesamt 3 Tage Streik während meines Aufenthaltes und 2 Tage an denen ich krankheitsbedingt total flach lag, verkürzten meine Zeit auf dem Dach der Welt um ein weiteres.

    Ich war täglich unterwegs, um die Projekte unseres Vereins hamromaya Nepal zu realisieren, um unsere Partner-Einrichtungen zu besuchen, um mit Verantwortlichen zu reden und letztendlich auch um diejenigen zu besuchen, die mir in Nepal am meisten am Herzen liegen.
    Ich muss meinen größetn Dank an Garret, dem Leiter von Nepali-Host-Family, aussprechen, ohne ihn es weitaus schwieriger gewesen wäre, meine nur kurze Zeit auf dem Dach der Welt effektiv zu gestalten. Zudem ist ein Einheimischer auch sehr hilfreich beim Dolmetschen und bei Verhandlungen in den Märkten ;)

    Insgesamt habe ich im Namen unserer Organisation etwa 95.000NPR bzw. über 850€ für diverse Projekte ausgegeben. Bilder und detaillierte Berichte folgen in Kürze - entweder hier im Blog, auf Facebook oder unserer Vereins-Homepage!
    Wer sich bereits jetzt für unsere Ausgaben interessiert, kann eine detaillierte Auflistung unserer Ausgaben für unsere Projekte in Nepal unter folgendem Link finden.

    Bedauerlicherweise habe ich es in Nepal nicht geschafft, regelmäßig in meinem Blog zu schreiben und euch auf dem Laufenden zu halten. Es hat zeitlich einfach nicht gepasst... :(
    Ich werde aber so schnell es geht, rückwirkend meinen Bericht veröffentlichen... Es gibt viel zu berichten - langweilig war es in Nepal nie! :)

  • Ein Tag, zwei Schulen und viele Verhandlungen

    Nach den gestrigen 11 Stunden mit den Snowland Kids stehen nun andere Schulen in meinem Fokus. Zumindest für diesen Tag genießen die Kids in Snowland nicht höchste Priorität.

    Nach dem Frühstück machen R., eine ehemalige Volontärin aus Dänemark, und ich uns auf dem Weg zu "ihrer" Schule. Peace Academy heißt die sehr große Schule, die mehr als 300 Kinder unterrichtet, und sich im östlichen Jorpati befindet. Von Boudhanath Stupa, wo die tibetische Gemeinde Nepals untergebracht ist, sind es noch knapp 20 Minuten zu Fuß. Ich kenne bereits diese Schule von meinem ersten Nepal-Besuch, als ich einige Wochen ebenfalls dort habe arbeiten dürfen. Nun geht es ein Jahr später wieder dorthin.

    Der Besuch von Peace Academy stand definitiv nicht auf meinem Programm. Doch da der Direktor meine Mitbewohnerin gefragt hatte, mich doch bitte in die Schule einzuladen, kann ich doch nicht ablehnen.

    => Lies mehr!

  • Samstage sind für meine Snowland-Kids reserviert

    Bei all den vielen Aufgaben und Besuchen, die ich leisten muss - sei es nun im Namen unseres Vereins oder seien sie einfach nur privater Natur - sind meine vier Samstage fest in der Hand meiner Kids in Snowland.
    Samstage sind einfach die besten Tage!!! Nicht nur, weil die Kids frei haben, sondern weil auch gleichzeitig keine Administration oder Lehrkraft sich in der Schule befindet. King Khai kann sich frei bewegen :)

    Mein heutiger Samstag verläuft wie die damaligen Samstage in Nepal. Ich brauche keinen Wecker, um zwischen 6h und 6.30h aufzustehen. An einem Wochenende in Deutschland undenkbar. Wahrscheinlich geh ich in Nepal einfach früher schlafen - ist halt wenig los in den Nächten ;)
    So mache ich mich dann so schnell es geht zu Recht, fülle meine Wasserflasche auf - nein, nicht mit Leitungswasser, sondern mit Trinkwasser aus einem Wasserkanister. Denn trotz Filter hat das Leitungswasser absolut keine Trinkwasserqualität!! Frühstück brauche ich keines. Wenn der Bus Richtung "Narayanthan" irgendwann zeitnah kommt, schaffe ich es noch zur Frühstücksausgabe in Snowland. Samstag gibt es ein gekochtes Ei und 1-2 "Timok". "Timok" ist eine Art teigförmiges (weißes) "Brot", das nicht gebacken, sondern gedampft wird... Wie es schmeckt? So wie ich es beschrieben habe... nach einem Teigklumpen :D
    Dennoch frühstücke ich lieber in Snowland als im Hostel. Natürlich liegt dies einzig an meine Tischnachbarn ;)

    So komme ich an Samstagen meistens etwa gegen 7.45h morgens in Snowland an und verbringe fast meinen halben Tag dort - Mitttagessen inklusive :)
    Auch hier gilt, die Qualität des Essens hat sich zwar ungemein verbessert, ist aber nicht mit meinem Essen im Hostel zu vergleichen.
    Was ich den ganzen Tag dort mache? Nun ja, ich hänge einfach herum, quatsche mit den Kindern und habe Spaß. Ich habe nie einen Plan, wenn ich nach Snowland komme, was heute zu unternehmen ist. Ich lasse es einfach auf mich zukommen. Ich habe ohnehin nie eine freie Minute dort. Immer ist jemand bei mir.

    Nachdem die Kinder seit langem keinen Besuche von ehemaligen Volontären bekommen haben, sind sie umso aufgeregter. Sie genießen die Zeit und den Fakt, dass jemand für sie da ist. Jemand da ist, der mit ihnen reden kann. Jemand da ist, dem sie etwas anvertrauen können. Ich bin glücklich zu diesen Personen dazu gehören zu dürfen! Für die Kids ist es nicht wichtig, was ein Besucher mitbringt, welche Geschenke verteilt werden, was für Aktivitäten organisiert werden - auch das ist momentan alles aus diversen Gründen nicht so einfach.
    Für die Kids zählt nur, dass jemand da ist!

    Umso glücklicher bin ich zu wissen, dass nach mir ab April einige mehr Gäste erwartet werden. Die Kids freuen sich schon riesig, ich aber auch! Denn so weiß ich, dass sich Personen, denen ich vollkommen vertrauen kann, sich um meine Kids in meiner Abwesenheit bestens kümmern werden :)

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