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  • Health Camp 2015 in unserer Behindertenschule!!

    In der Behindertenschule Nirmal Bal Bikash fand am 13.04.2015 das erste von uns, hamromaya Nepal e.V., finanzierte Health Camp statt. Bei dem von unserer Partnerorganisation Nepali Host Family hervorragend organisierten Gesundheits-Check wurden alle anwesenden Kinder gründlich medizinisch versorgt.
    Health Camp 2015

    Insgesamt wurden hierbei 44 Kinder von einem Allgemeinarzt, einer Zahnärztin, einer angehenden Zahnärztin und einer Assistenten sowie von einem Augenarzt, die alle vom Nepal Medical College stammten, untersucht und – wo nötig – mit Medikamenten versorgt. Da diese Gesundheitschecks regelmäßig durchgeführt werden sollen, wurde für jedes Kind auch eine Akte angelegt, auf die in Zukunft zurückgegriffen werden kann.

    Zahlreiche Eltern waren unserer Einladung zum Health Camp gefolgt. Dies war nicht nur deshalb hilfreich, da sie dadurch ihre Kinder durch die einzelnen Untersuchungen begleiten konnten. Die Eltern konnten bei dieser Gelegenheit auch sehen, was für ihre Kinder getan wird und welche Fortschritte auch andere Projekte an der Behindertenschule machen. Wir hoffen, dass wir dadurch auch die Eltern zu eigenem Engagement motivieren können, um die Arbeit der Schule zukünftig mehr unterstützen.

    Health Camp 2015Health Camp 2015
    Die Kinder selbst waren schon bevor es überhaupt losging aufgeregt und ausgelassen wegen des besonderen Anlasses. Während wir Arztbesuche ja eher mit etwas Negativem verbinden, konnten es einige Kinder kaum erwarten, endlich an der Reihe zu sein. Die Helfer mussten daher immer wieder etwas bremsen, um sicherzustellen, dass einer nach dem anderen drankommt. Außerdem waren sich wiegen und seine Größe messen zu lassen ein beliebter Zeitvertreib, von dem manche nicht genug bekommen konnten.

    Die Veranstaltung war aber mitnichten nur eine willkommene Abwechslung, sondern erfüllte v.a. ihren medizinischen Zweck: Die meisten Kinder haben keine größeren gesundheitlichen Probleme. Bei Nyima aber, einem Jungen der ohnehin besondere Aufmerksamkeit benötigt, wurde leider ein Herzproblem festgestellt. Um herauszufinden, was genau vorliegt und welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt, bringen wir von hamromaya Nepal Nyima zu einer genaueren Untersuchung ins Krankenhaus.

    Dafür, dass Sie mit ihrer Unterstützung diesen so wichtigen Gesundheits-Check möglich gemacht haben, bedanken wir uns herzlichst bei der Ethikbank und ihren Kunden, sowie all unseren direkten Spendern!

    Auf unserer Facebook-Seite haben wir für Sie eine Bildergalerie des Health Camps zusammengestellt. Schauen Sie doch gerne vorbei :)

    (verfasst von Julian)

    Hier geht es zum Bericht in PDF-Form.

  • Aus jeder Mücke einen Elefanten machen....

    Ich mag keine Mücken! Damit wäre eigentlich schon alles gesagt...
    Aber weil ich Mücken so abgrundtief hasse, reicht ein "Ich mag keine Mücken" bei weitem nicht aus ;) Es gibt tatsächlich nicht viel mehr Dinge, die ich mit gleicher oder mehr Leidenschaft hasse... Vielleicht "halbnackte" Touristen in Boudha, oder die Abgase und der Staub auf Nepals Straßen, oder einfach nur ein Knochen in einem MoMo. Ihr seht schon, ich bin kein großer Fan von Mücken ;)
    Obwohl sie mich bislang noch vollkommen in Ruhe gelassen haben - noch ist ein Glück keine Blutsaugersaison (die beginnt nämlich erst mit dem Monsun) - bin ich bereits bestens vorbereitet. Anti-Mücken-Spray, Salben und Öle liegen schon bereit - im großen Supermarkt wurden schon ganze Räucherwerke und hochtoxische Sprühdosen entdeckt... :)

    Wer mir Paranoia vorwirft, hat noch nicht meine zwei Mückenstiche gesehen, die sich zu halben Tennisbällen entwickelt haben... Und damit ich stehe nicht alleine da. Unterstützung in Sachen nervende Mücken bekomme ich von höchster religiöser Instanz - vom 14. Dalai Lama: "Falls du glaubst, dass du zu klein bist, um etwas zu bewirken, dann versuche mal zu schlafen, wenn eine Mücke im Raum ist".
    Wer möchte da schon widersprechen ;)

    Und da wären wir auch schon bei meiner Anekdote. Nachdem es in der letzten März-Woche täglich heftig geregnet und die Temperaturen sich stetig nach oben entwickelt hatten, war es nur eine Frage der Zeit gewesen, bis die ersten Mücken ihre lästigen Attacken starteten. Gerade mit dem Wissen, dass mein Körper zum Teil heftig auf Mückenstiche reagiert, fällt es mir extrem schwer Schlaf zu finden, wenn ich weiß, dass sich eine Mücke in meinem Zimmer befindet. Vor allem in der Nacht werde ich zu Ninja-Khai (einer meiner zig verschiedenen Persönlichkeiten - keine Sorge ich bin mental in Ordnung), der nur ein einziges Ziel verfolgt....

    In der Regel braucht Khai nicht viel Schlaf. Doch der Schlaf, den Khai braucht, ist dafür umso wichtiger. An den Lärm und dem ständigen Hundegebell in den engen Gassen hatte er sich bereits gewöhnt. Harmlos erschien Khai dieser Radau, befindet sich dieser doch einen Stockwerk unter ihm. Doch an einer dieser klaren Sternennächte weckte ihn um kurz nach 3h in aller Frühe der süße Flügelschlag einer Mücke. Gedankenschnell schoss seine Hand in Richtung linkes Ohr und schnappte ins Leere. Der Flügelschlag wanderte zum rechten Ohr, aber auch da scheiterte Khai an der Dunkelheit.Weiterschlafen und das winzige Tierchen gewähren lassen?! NIEMALS!!
    Ninja-Khai Aus Khai wurde in sekundenschnelle Ninja-Khai, der aus jeder Mücke einen Elefanten macht. Filigran wie eine Gottesanbeterin katapultierte Ninja-Khai sich aus seiner Liege. Wie eine Eule erblickte er in totaler Finsternis den Lichtschalter. Wie ein Erdhörnchen begutachtete er die Umgebung - allerdings ohne Erfolg. Daraufhin legte er sich wie ein Tiger geduldig auf die Lauer. Minuten vergingen. Plötzlich erspähte er wie ein Adler den kleinen schlafraubenden Feind. Wie eine Schlange schlug er dann blitzschnell zu und tötete skurpellos das Untier.

    Nach über 20 Minuten konnte sich Ninja-Khai nun endlich wieder zu Bette legen. Und wenn er noch nicht gestorben ist, schlägt er Mücken noch heute :)

  • Du bist, was du isst

    Die nepalesische Küche ist dank der vielseitigen Kultur Nepals ein schier unendlicher Traum. Die Vielfalt an Gerichten spiegelt bestens die nepalesische Gesellschaft wider. Ethnische Ursprünge prägen das nepalesische Essen - und das beste dabei: Alles ist so verdammt köstlich :)
    Mit der steigenden Anzahl von Touristen kommt dann auch viel westliches Essen hinzu (Burger, Spaghetti, Pizza, Wraps etc.). Wer in Nepal Geld hat (oder Tourist ist), kann sich ziemlich alles leisten, was es zu Essen gibt. Alle größeren Restaurants, Restaurant-Ketten und Restaurants an den Touristenattraktionen haben ein extrem breites Angebot an Speisen und bieten diverse Gerichte aus dem Westen an. Dabei werden oft die eigenen Stärken vergessen - der westliche (bzw. der zahlende) Gaumen siegt.

    Ich bin kein Fan von westlichem Essen in Nepal - nicht, weil es nicht schmeckt. Wenn ich in Nepal bin, möchte ich schon eher das essen, was ich Zuhause in Deutschland nicht (oder kaum) bekomme. Ich finde es extrem schade, wenn Reisende sich nicht an den nepalesischen Speisen versuchen. Dabei bieten auch größere/schickere Restaurants diese Speisen an, sollten Reisende aus "hygienischen" Gründen diese eher bevorzugen - natürlich sind diese aber nie so lecker wie die winzigen Garküchen.

    In genau diesen Restaurant wird man dann nahezu nur Touristen vorfinden. Damals als ich meine ersten Nepal-Erfahrungen sammelte, saß ich in eines dieser Restaurants mit einem Teller MoMos (kleine tibetische Teigtaschen mit Füllung) vor mir. An einem Nebentisch saß eine 8-köpfige deutsche Reisegruppe mit zwei deutschen Guides. Auf dem Tisch stand KEIN EINZIGES nepalesisches Gericht!! Zu trinken gab es reichlich Bier - und dreimal dürft ihr raten, ob das einheimische Bier (Everest, Ghorka) bestellt wurde... Genau es gab zig Flaschen Heineken ;)

    Oh, da fällt mir eine kleine Anekdote noch ein, die mir kürzlich im Hostel widerfahren ist. Drei ältere britische Professoren sind für wenige Tage bei uns untergekommen. Sie lehren unter anderem Globalisierungsthemen und sind mit diversen Klassen schon in den unterschiedlichsten (Entwicklungs-)Ländern gewesen und damit sehr auslandserfahren. Am ersten Abend sprachen wir sie darauf an, was sie tagsüber gemacht haben. Sie erzählten uns, dass sie in Boudha gewesen waren und ein sehr schönes Restaurant fanden, wo sie super lecker gegessen hätten. Wir waren natürlich neugierig und fragten, in welchem Restaurant sie denn gewesen waren und was sie zum ersten Mal in Nepal gegessen hätten. Ihre Antwort: "Wir waren in einem spanischen Restaurant".... Keine weiteren Fragen -.-

    Mir ist durchaus bewusst, dass ich dank meiner vielen Nepal-Reisen ein etwas anderes Bild von Nepal habe und dass ich von Tag zu Tag mehr in die nepalesische Kultur eintauche. Daher versuche ich Volontäre die Angst vor Garküchen und Streetfood zu nehmen - und bei fast allen klappt es auch! Es muss sie nur jemand an die Hand nehmen und in die kleinen Gassenküchen führen, in denen kaum Englisch gesprochen wird und eine Speisekarte nicht vorhanden ist. Es braucht nicht sonderlich viel Mut. Denn auch diese Menschen verdienen mit ihrem angebotenen Essen ihr täglich Brot. Niemand von ihnen wird sich verleiten lassen, unhygienisches Essen zu servieren. ;)

    Am Ende des Tages kann man schnell erkennen, wer nur als Tourist Nepal im Vorbeigehen mitnimmt und wer Nepal tatsächlich lebt. Du bist, was du isst! Ich ziehe es mittlerweile nur noch vor in den kleinen Garküchen oder an Straßenständen Streetfood zu essen. Ich laufe durch irgendwelche Straßen, stoppe an irgendwelchen Ständen, lebe die nepalesische Kultur. Ihr wisst gar nicht, wie sehr sich die kleinen einheimischen Garküchen über ausländische Gäste freuen. :)
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    Du bist, was du isst :)

  • Snowland Picknick 2015

    In diesem Frühjahr lag mir ein Projekt besonders am Herzen: Das Picknick für die über 150 Kinder der Snowland Ranag School in Kathmandu. Denn es sind die Kinder der Snowland Schule, die Nepal zu dem machten, was es jetzt für mich geworden ist. Mit meinen Geschwistern aus Snowland begann mein-Nepal Abenteuer :)
    Gerade aus diesem Grund wollte ich unbedingt etwas organisieren, bei dem die Kinder direkt profitieren. Als ich in meinen Erinnerungen von meiner ersten Zeit in Nepal versunken war, fiel mir das damalige Picknick ein. Damals, im Oktober 2011, wurden alle Kinder der gesamten Heimschule zum Picknick eingeladen. Seitdem gab es keine weitere Veranstaltung, bei der alle Kinder gemeinsam die Schulmauern haben verlassen können. Und so kamen wir mit unserer Picknick-Idee ins Spiel :)

    Angepeilt war zunächst eine Spendensumme von 800 Euro. Doch leider befand sich der EURO seit September 2014 in einen rapiden Sturzflug. Damals bekam man für 1 Euro noch 135 NPR, heute leider nur noch 105 NPR. Das führte dazu, dass die angestrebte Summe noch einmal erhöht wurde. Inflation und Verfall des Euros zwangen uns letztendlich dazu 1.300 Euro für das Picknick aufzubringen. Geld, das für 4 große Busse, 1 kleinen Lastwagen (für Geschirr, Lebensmittel, Wasser und Koch-Utensilien), sowie Verpflegung und Park-Gebühren benötigt wurde. Dank der großzügigen Spenden konnte dies aber problemlos ermöglicht werden. :)

    Am 13.03.2015 fand das Picknick endlich statt. Nachdem die Spendensumme überwiesen wurde, schafften es die Lehrer/innen der Snowland Schule innerhalb von nur drei Tagen das gesamte Picknick zu organisieren - ich war durchaus überrascht, kannte ich es zu oft auch schon anders...
    Am frühen Morgen, gegen 7.30h, sollte Richtung Kakani aufgebrochen werden. Kakani liegt nordwestlich von Kathmandu entfernt. Über holprige Pisten und steilen Schluchten ist dieser Ort nur zu erreichen. Doch die fast 2 stündige Fahrt, in der pausenlos gesungen wurde, verlief problemlos. Etwa gegen 10h erreichten wir den Ort für unseren Picknick. Wir alle kamen aus dem Staunen gar nicht mehr heraus - auch für die Kinder war es das erste Mal in Kakani gewesen. Eine atemberaubende Landschaft, weite Flächen zum Erkunden und Spielen sowie saubere Luft zauberten den Kindern direkt ein Lächeln ins Gesicht. Das Wetter spielte dabei glücklicherweise auch mit. Strahlender Sonnenschein und blauer Himmel :)
    Snowland Picknick 2015Snowland Picknick 2015Snowland Picknick 2015Snowland Picknick 2015
    Während sich die meisten Kinder austobten und die Gegend erkundeten, begannen wir mit den Zubereitungen der Speisen. Es sollte sowohl ein kleines Frühstück und ein großes Mittagessen serviert werden. Dazu leckeren Milchtee.
    Zum Frühstück gab es Marmeladen-Toast, einen kleinen Puff-Reis-Mix sowie ein gekochtes Ei.
    Zum Mittagessen servierten wir den Kindern speziellen Reis mit Dal (Linsensuppe), ein Kartoffel-Blumenkohl-Curry, ein Schafsfleisch-Curry, Kichererbsen, frisches Gemüse, Pokauda (frittierte Gemüsebällchen) und zum Nachtisch einen super leckeren Obstsalat. Das Essen war genial - der Schulkoch hatte sich beim Zubereiten der Speisen selbst übertroffen!!!
    Snowland Picknick 2015Snowland Picknick 2015

    Der Tag endete mit viel Gesang und Tanz um kurz vor 18h. Die Busse brachten erschöpfte, aber sehr glücklich Kinder wieder zurück in die Heimschule.

    Auf diesem Wege möchten wir uns - auch im Namen von Snowland - bei allen Spendern für Ihre tolle Unterstützung bedanken! Zudem gilt der Dank auch den Lehrerinnen und Lehrern sowie dem Schulkoch, die tatkräftig dabei mithalfen, das tolle Essen zuzubereiten.

    Mehr Bilder vom Picknick können hier angeschaut werden:
    https://www.facebook.com/media/set/?set=a.947803005251011.1073741845.483489891682327&type=1

  • Nepal genießen - mit einem lachenden und einem weinenden Auge

    Die letzten 4-5 Tage (und Nächte) waren wundervoll gewesen. Wenn man nicht als Stadtführer unterwegs sein muss, wenn das Wetter mitspielt und wenn die richtigen Menschen einen begleiten, macht Nepal am meisten Spaß. Leider hält dieser Zustand nicht für immer an - muss es auch nicht (wie langweilig wäre denn das). Irgendwann wird es wieder einen Tag geben, an dem es in Strömen regnet. Irgendwann werden Menschen, die einem in Nepal über die Zeit ans Herz gewachsen sind, das Land wieder verlassen müssen - das traurige Schicksal, wenn man in einem Hostel unterkommt. Ein ständiges Kommen und Gehen. Und wenn dann neue Reisende einziehen, bringt meine Hilfsbereitschaft mich dazu, ihnen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.

    Tag 20
    Heute geht es nach langer Zeit wieder nach Patan - die kleine Grenzstadt im Süden von Kathmandu. Ich bin schon lange nicht mehr im Stadtzentrum Patans gewesen, weil ich zum einen die dort bekannteste Sehenswürdigkeit (Patan Durbar Square) nicht unbedingt wieder sehen muss und vor allem, weil die Straßen damals noch neu bebaut wurden, sodass eine Busfahrt dort hin sich bis auf eine Stunde ziehen kann. Mittlerweile sind die Hauptstraßen nahezu fertiggestellt. Patan ist weniger hektisch, weniger laut und gemütlicher als Kathmandu. Die beiden Durbar Squares spiegeln meines Erachtens die Unterschiede der beiden Städte bestens wider. Patan Durbar Square ist sehr klein, ruhig und nicht so sehr von Einheimischen und Touristen überlaufen, während Kathmandu Durbar Square vergleichsweise chaotisch und unentspannt wirkt und aus allen Nähten platzt.

    Tag 21
    Tradition fortsetzen heißt das Motto des heutigen Tages. Bei jedem meiner bisherigen 6 Aufenthalte in Nepal muss mindestens einmal das Hyatt Hotel besucht werden. Und das nicht, um auf einen ihrer kuscheligen Betten zu schlafen oder bei ihnen warm zu duschen, sondern um das Frühstücksbuffet zu genießen. Für 1250 NPR (etwa 11€) zuzüglich 13% Mehrwertsteuer und 10% Service Charge, können Gäste von 6:30h bis 10.30h wie Könige frühstücken. Der heutige Anlass für das Buffet, auf das wir schon tagelang gewartet haben, ist, dass der heutige Tag das letzte gemeinsame Wochenende darstellt. 2 der aktuell 4 anwesenden Hostelgäste (exklusive mir) werden am morgigen Sonntag nach Pokhara zum Trekken aufbrechen, während eine weitere Person am darauffolgenden Tag sich verabschiedet...

    Tag 22
    Das traurige Schicksal in einem Hostel unterzukommen liegt darin, dass Menschen, mit denen man ganze Tage und Nächte gemeinsam verbracht hat, irgendwann auch wieder zurück in ihre Heimat aufbrechen müssen. Gleiches gilt auch für L. aus Österreich, die am Abend des nächsten Tages ihren Rückflug antreten muss. Ihr zuliebe wird der komplette Tag gewidmet. Gemeinsam wird durch staubige Straßen gelaufen, gemeinsam wird gegessen, gemeinsam wird sich von den Kids in unseren Einrichtungen verabschiedet...

    Tag 23
    Ich habe Geburtstag :) Mein zweiter Geburtstag in Folge, den ich in Nepal feiere! Und wenn ich ehrlich bin, gibt es nicht viele Geburtstage, die mir bisher mehr Spaß gemacht und mehr gefallen haben. Um Mitternacht stoße ich gemeinsam mit neuen (älteren) britischen Gästen an - endlich wird der gute Whiskey aufgemacht. Am frühen Morgen darauf (und leicht verkatert) geht es zu meinen Geschwistern nach Snowland. Dort verteile ich kleine Küchlein für die über 150 Kinder. Es ist noch so früh, dass von den Lehrern weit und breit noch nichts zu sehen ist. Um Viertel nach neun wird in einem kleinen Restaurant gefrühstückt. Ich kenne den Besitzer, der mich öfters dazu bedrängt, mit ihm ein Bier zu trinken. Bier ist allerdings das letzte, woran ich im Moment denke... Um 11h möchte ich mich eigentlich mit meinen Schwestern Puja und Tashi zum Lunch treffen. Doch leider kommen beide gut 45 Minuten zu spät (nichts ungewöhnliches in Nepal)... Allerdings habe ich heute einen extrem engen Zeitplan, sodass es statt ein Mittagessen nur einen ganzen Kuchen gibt, den sie gerne bei sich Zuhause verzehren könne. Für mich geht es nämlich in unsere Behindertenschule weiter. Dort widmet man mir eine kleine Geburtstagszeremonie. Eine riesige rote Tika formt sich schnell auf meiner Stirn, während meine Mundregion mit Kuchen bedeckt ist. Denn es ist ein kleiner Brauch in Nepal, Kuchenstücke jemanden anderes in den Mund zu drücken. Und wenn die Stücke nunmal etwas größer sind, kann man sich schon vorstellen, wie das dann ausschaut.1622556_819859031423015_939013885710502491_o
    Am Nachmittag geht es dann wieder zurück ins Hostel - ein großes Gewitter braut sich zusammen, das sich am Abend lautstark ergießen sollte. Ein schöner Tag klingt dann im Hostel mit einer kleinen Geburtstagsfeier und vielen (einfallsreichen) Geschenken aus. Ein wundervoller Tag :) VIELEN DANK AN ALLE :) :) :)

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