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  • Anekdote aus Nepal: Bei Ankunft Schock

    Wenn ich mich recht erinnere, habe ich hier noch nie etwas über meine allererste Ankunft in Nepal geschrieben... Zum einen liegt es sicher daran, dass ich damals im September 2011 noch nicht gebloggt habe. Zum anderen wollte ich diese erste Erfahrung lange nicht teilen. ;)
    Ich hatte damals meine Erfahrungen in meinem Offline-Reisebericht Tag für Tag - fast sieben Monate lang - verfasst. Nun möchte ich Euch einen kleinen Einblick gewähren. Gegebener Anlass ist das neue Segment auf mein-Nepal.de, in denen zukünftig (ehemalige) Nepal-Reisende von ihren ganz perönlichen Erlebnissen berichten können.

    Den Anfang mache ich mit meinem Reisebericht:
    "Bei Ankunft Schock – Eine komplett andere Welt"

    01.09.2011
    Aufgeregt pocht mein Herz. Adrenalin durchströmt meinen Körper, die Müdigkeit von der anstrengenden Anreise ist dahin. 7 Stunden hatte ich zuvor am Flughafen von Delhi totschlagen müssen, ehe ich den letzten Schritt nach Nepal antreten durfte. 7 Stunden, in denen die Frage überwog: Was erwartet mich in Nepal?

    Der kurze Flug von New Delhi nach Kathmandu hat nicht viel Gelegenheit gegeben, meine Gedanken zu sortieren. Vorfreude auf ein großes Abenteuer, das Nervenkitzeln auf etwas Neues, die Spannung des Unbekannten…

    Das Flugzeug setzt zur Landung an. Nur noch wenige hundert Meter schweben wir über nepalesischen Boden. Das extrem dichte Häusermeer ist schon klar zu erkennen. [...]

    Wer den kompletten Text lesen möchte, kann dies gerne auf mein-Nepal.de tun:
    http://www.mein-nepal.de/reiseberichte/khai/bei-ankunft-schock/

    Viel Spaß :)

  • Neue Schulbücher für Buddhist Child Home

    Das neue Schuljahr hat in Nepal bereits seit einigen Wochen begonnen, doch erst vor wenigen Tagen wurden endlich auch ein paar Bilder an uns gesendet. Besser verspätet als nie

    Als wir im vergangenen März in Nepal waren, sprachen wir mit der Direktorin vom Buddhist Child Home, Durga Ma'am, über Möglichkeiten unsererseits einen Beitrag zur Bildung der Kinder leisten zu können. Schnell entschieden wir uns für das Besorgen von Schulbüchern. Da die meisten Kinder in Nepal nicht-staatliche Schulen besuchen, müssen sie neben den höheren Schulgebühren auch die Kosten für neue Schulbücher zahlen.
    Das perfide daran ist, dass es eine regelrechte Schulbuch-Industrie entstanden ist, die Jahr für Jahr neue Schulbücher produziert, damit jedes Jahr auch wieder neuer Umsatz gemacht wird - denn Schulbücher benötigt man so oder so... In einigen Fällen kam es sogar vor, dass kaum Seiten geändert wurden... Aber das ist ein anderes Problem, was wir leider nicht lösen können.

    Die 26 Kinder aus unserem Waisenhaus haben die neuen Schulbücher auf jeden Fall benötigt. Und Schulbücher sind nun einmal relativ teuer. Im vergangenen März spendeten wir daher 72.000NPR - etwa 540€ - an das Buddhist Child Home. Selbstverständlich benötigen die jüngeren Kinder weniger Bücher als die Älteren. So braucht beispielsweise ein/e Schüler/in aus der 8. Klasse bis zu 12 verschiedene Bücher, während die Kleinen in der 1. Klasse bereits mit 3-4 auskommen.

    Wir freuen uns riesig, dass wir den Kindern im Buddhist Child Home helfen konnten und möchten uns auch im Namen des gesamten Waisenhauses bei den großartigen Spendern bedanken.
    Mehr Bilder findet ihr auch in unserer Facebook-Galerie. Dazu einfach auf eines der unteren Bilder klicken.
    Neue Schulbücher für das Buddhist Child Home 1Neue Schulbücher für das Buddhist Child Home 2Neue Schulbücher für das Buddhist Child Home 3

  • Flüge nach Nepal für unter 500 EURO

    Wer im Sommer ab dem 18. August nach Nepal reisen möchte, kann sich über günstige Flugticketpreise freuen.
    Erst gestern stöberte ich aus Langeweile durch die bekannten Flugportale und fand doch tatsächlich Flugtickets für unter 500Euro!! Und das sogar mit Etihad Airways 8|

    Da kann man sich doch gleich überlegen, ob man nicht doch noch etwas bucht...
    Denn normalerweise beginnt der Preis für einen Flug nach Nepal ab 600€ aufwärts.
    Klar, es herrscht noch heftiger Monsun, Hitze und Luftfeuchtigkeit auf dem Dach der Welt... aber wenn andere in Brasilien Fußball spielen können, kann man doch auch in Nepal Urlaub machen ;)

    Für diejenigen, die lieber während den weitestgehend trockenen Wintermonaten reisen möchten, sollten dann ab Ende Oktober schauen... Da dürfte der Ticketpreis wohl wieder höher liegen, da auch wieder die Touristen- bzw. Trekkingsaison so langsam beginnt.

    Schaut doch einfach selbst hier bei Expedia. :)

  • Greenpeace verzockt Spendengelder in Millionenhöhe

    Der Titel sagt alles schon aus:

    "Der Kommunikationschef von Greenpeace Deutschland, Michael Pauli, sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Die Geschichte ist sehr unangenehm". Es sei hier aber nicht um Zockerei, sondern um fatale Fehler bei Bankgeschäften gegangen. Demnach werden viele nationale Greenpeace-Büros, die ihre Kampagnen nicht selbst finanzieren können, von der Zentrale unterstützt. Dabei wird mit Euros gearbeitet, scheinbar sollte es mit den Wetten um eine Absicherung gegen Wechselkursschwankungen gehen – persönliche Bereicherungsmotive schließt Greenpeace bisher aus." (Die Welt, 15.06.14)

    Mehr vom "normalen Bankgeschäft" auch in Die Welt, ZEIT Online und bei n-tv.

    Witzig, irgendwie dachte ich, dass Spenden nicht zweckentfremdet werden dürfen, wenn diese spendenabzugsfähig sind. Dazu müssen Spenden für gemeinnützige und mildtätige Zwecke eingesetzt werden. Anscheinend gehören Wechselkurspekulationen ebenfalls dazu...
    Und den kleinen Vereinen und Organisationen macht das Finanzamt ständig Druck, dass ja keine Spenden zweckentfremdet werden...
    Lächerlich!

  • Relaunch von mein-Nepal.de

    Nachdem ich den ganzen Uni-Stress im April/Mai hinter mir gelassen habe, konnte ich mich endlich wichtigeren Dingen in meinem Leben widmen: Die Neugestaltung von mein-Nepal.de.

    Was zunächst als reiner Onlineshop anfing, hat sich nun auch zu einer Informationsseite rund um Nepal gemausert. Nicht nur für angehende Nepal-Reisende, sondern auch für Nepal-Kenner bietet mein-Nepal.de neuerdings genügend.
    Viele Seiten müssen noch aktualisiert werden und befinden sich im Aufbau. Stetig kommt mehr dazu, ihr dürft gespannt sein :)

    Sollte der mein-Nepal Shop gesucht werden, darf ich euch an folgenden Link weiterleiten: shop.mein-nepal.de
    Dieser wird voraussichtlich im Juli 2014 wieder eröffnet.

    Ich freue mich schon auf euren Besuch bei mein-Nepal.de :)

  • Mich und mein-Nepal gibt es noch...

    Still ist es geworden - hier in meinem Blog und auf den Seiten meines Shop. Aber keine Sorge, mich gibt es noch oder eher das, was von mir übrig geblieben ist...
    Seit der Rückkehr aus meiner 5. Nepal-Reise am 26.03.2014 hatte ich kaum mehr eine freie Minute. Ich bin müde... Kann mich kaum daran erinnern, wann ich das letzte Mal einen ganzen Tag lang entspannen konnte - einen ganzen Tag lang NICHTS tun musste. Kann mich noch nicht einmal daran erinnern, wann ich das letzte Mal mehr als 6 Stunden schlafen durfte - ein Glück aber, dass ich mit wenig Schlal relativ gut auskomme...

    Und bedanken darf ich mich dafür (größtenteils) bei der Universität bzw. bei meinem Master-Studiengang. "Geographien der Globalisierung" nennt sich der sehr forschungsorientierte Spaß, der unmittelbar an den Forschungsschwerpunkten der Frankfurter Humangeographie ansetzt. Ein Master-Studiengang, der verglichen zu meinem Bachelor-Studium in den Wirtschaftswissenschaften so verschieden ist wie Tag und Nacht. Verschieden heißt nicht zwangsläufig schlechter ;)
    Ich habe mir bewusst diesen neuen Zweig ausgesucht, da ich mit der klassischen Ökonomie in der großen weiten Welt nicht viel anfangen kann. Es steckt mehr hinter den Globalisierungsprozessen als "einfache" wirtschaftliche Modelle. Gerade aufgrund meiner Erfahrungen in Entwicklungsländern wie Nepal wurde mir dies vor Augen geführt. Das Master-Studium sollte mir nun den Blick schärfen, "frische" Perspektiven eröffnen...

    Doch um ehrlich zu sein, weiß ich noch nicht so richtig, ob ich seit dem Beginn des Studiums im September 2013 irgendetwas weltbewegendes mitnehmen konnte. Bis jetzt hatte ich noch überhaupt kein "Aha"-Effekt bei mir erleben können - persönliche Weiterentwicklungen: Fehlanzeige. Vielleicht trifft dies ja auf meine Kommilitonen zu, aber bei meiner Person sehe ich eher eine Stagnation.
    Die Themen und Theorien, die wir durchnehmen sind ja ganz interessant, aber irgendwie doch nichts Neues. Vor allem, wenn man mit ein wenig Menschenkenntnis und Erfahrungen "im Feld" an die Sache herangeht. Das, was ich erlebt habe, haben Wissenschaftler zum Teil in ihren Arbeiten (in der absolut kompliziertesten Ausführung) auf Papier gebracht.
    Wer seinen Horizont erweitern möchte, sollte einfach in die Welt hinauschreiten und seinen Horizont aktiv erweitern. Aber das geht ja leider nicht, weil der zukünftige Arbeitgeber einen Master-Abschluss verlangt und der zukünftige Arbeitnehmer am besten noch jahrelange Berufserfahrung mitbringen, im Ausland gewesen sein sollte und am besten gleich noch ein paar Weltsprachen beherrscht.... Aber das ist eine andere Geschichte...

    Zurück zum Thema.
    Mein Online-Shop für Produkte aus Nepal wird wahrscheinlich erst wieder im Juli eröffnet. Aufgrund eines Serverwechsels und eines Updates der Shop-Software müssen meine Datein wieder komplett neu (manuell) eingefügt werden.
    mein-Nepal.de war schon immer mehr als nur ein einfacher Online-Shop gewesen. Mit den Einnahmen hatte ich zu Beginn noch private Projekte in Nepal unterstützt. Mittlerweile werden meine Einnahmen an den gemeinnützigen Verein hamromaya Nepal e.V. gespendet.
    Zukünftig wird es auf mein-Nepal.de mehr Informationen, Hinweise, und Reiseberichte geben. Der mein-Nepal Shop weicht auf eine neue Adresse: http://shop.mein-nepal.de.

    Leider zögert sich die Webseiten-Gestaltung etwas in die Länge, weil - wie oben beschrieben - ich in der letzten Zeit ziemlich ausgebucht gewesen war und der Tag leider nur 24 Stunden hat. ;)
    Dabei hatte es besonders die letzten Wochen in sich:

    • 27.03.2014 - 14.04.2014: Fertigstellung eines 20-seitigen Forschungsberichts
    • 15.04.2014 - 27.04.2014: 10-seitiges Essay
    • 28.04.2014 - 15.05.2014: 20-seitige Hausarbeit

    Und dann gab es ja täglich zu jedem Seminar noch mindestens 20-Seiten wissenschaftliche Arbeiten zu lesen... Dann noch ein paar Referate und Präsentationen halten - man hat ja nichts anderes zu tun... Es ist ein reines Hineingekloppe, aus dem man am Ende nicht viel noch mitbekommt. Man zieht die Aufgaben durch, hält sich an die Deadlines und hofft aufs Beste... Da ich jedes Wochenende (Freitag und Samstag) komplett arbeiten muss, war das Einhalten der Deadlines das schwierigste an der ganzen Arbeit. Nächte des Durcharbeitens und Last-Minute Abgaben inklusive.

    Nach der Abgabe meiner Steuererklärung am gestrigen Tag, habe ich endlich einen kompletten Sonntag, um die finalen Schliffe an meiner neuen Webseite zu verpassen. Ihr dürft gespannt sein :)

    Bis bald!

  • www.mein-nepal.de wird umgebaut

    Namaste, liebe Nepal-Freunde :)

    Solltet ihr auf der Suche nach dem Online-Shop www.mein-nepal.de und dessen Reiseinformationsseiten auf hiesigen Blog weitergeleitet worden sein, liegt es daran, dass die Webseite gerade umgebaut wird.

    Für Produkte aus Nepal muss ich daher leider noch um etwas Geduld bitten...
    Für alle weiteren Informationen bezüglich Nepal und ein paar Reise-Tipps gibt es auch hier Blog zu finden. Die Suchfunktion kann dabei weiterhelfen. ;)

    Leider kann ich noch nicht genau abschätzen, wann die neue mein-Nepal.de-Seite fertiggestellt werden kann, da ich gerade aufgrund meiner sehr späten Rückkehr aus Nepal ziemlich im Uni-Stress stecke :(
    Einige Hausarbeiten und Präsentationen stehen noch in den nächsten 2-3 Wochen an bis Ende Mai an.....

    Besten Gruß und hoffentlich bis bald ;)
    Khai

  • Beginn des Projekts in der Behindertenschule

    Seit dem 01. Juni 2013 gehört unser Verein hamromaya Nepal e.V. zu eines der drei tollen Förderprojekte der EthikBank.
    Näheres dazu findet ihr auch unter folgendem Eintrag.

    Gemeinsam mit den Verantwortlichen der EthikBank haben wir beschlossen, dass die Förderspenden - sowohl seitens der Bank als auch ihrer Kunden - für die Hilfsprojekte in der Behindertenschule Nirmal Bal Bikas Vidhyalaya eingesetzt werden. Obwohl die liebevoll geführte Behindertenschule eine lange Historie in Kathmandu hat, steckt sie bereits seit einigen Jahren in finanziellen Nöten, sodass die Einrichtungen der Schule - Klassenräume, Lehrräume, Hostels, Küche, Toiletten - von Jahr zu Jahr heruntergekommen sind. Dies hat auch zur Folge, dass die Lehre für die geistig und körperlich behinderten Kinder und Erwachsenen natürlich nicht mehr auf dem höchsten Niveau stattfinden kann.
    Gemeinsam mit der EthikBank, unserem Förderer, sowie der einheimischen Organisation Nepali Host Family, die dieses Projekt organisatorisch unterstützt und (nationale sowie internationale) Volontäre in diese Einrichtung sendet, möchten wir der Behindertenschule eine Rundumerneuerung verpassen. :)

    Im Frühjahr 2014 waren wir endlich in der Lage, die vorher geplanten Projekte zu beginnen. Das Hauptziel lag dabei, die sanitären Einrichtungen zu erneuern, ein Wassersystem zu errichten sowie Schulmauern aufzubauen, die verhindern sollen, dass Kinder in den Pausen das Schulgelände unbeaufsichtigt verlassen, da dies - besonders bei geistig behinderten Kindern - ein erhöhtes Risiko aufweist.

    Kein Wasser- und Abwassersystem möglich!
    Bei unseren ersten Gesprächen mit Schulleitung und Bauarbeitern stellte sich heraus, dass eine Bohrung nach Grundwasser, was letztlich die Grundlage für ein Wassersystem darstellt, nicht nötig war, da auf diesem Areal angeblich kein Grundwasser "in der Nähe" war. So wäre eine Bohrung und die Verlegung von diversen Rohren eine sehr, sehr kostspielige Angelegenheit geworden. Aus dem selben Grund ist ein Abwassersystem ebenfalls nicht möglich. Das Behindertenheim befindet sich etwa 100m von einer asphaltierten Straße entfernt, unter der in der Regel Abwasserleitungen vorhanden sind. Da aber weder Kommune, Stadt oder gar der Staat dies fördert, ist es mit unseren finanziellen Mitteln nicht möglich, diese riesigen Rohre zu verlegen.
    So blieben wir einfach beim "traditionellen" Toilettensystem und übernahmen dabei auch die aktuelle - und relativ kostengünstige - Alternative der Wasserbeschaffung. Monatlich wird ein riesiger Wassertank (etwa 2.500 Liter) gegen ein kleines Entgelt aufgefüllt.

    Bau neuer Toiletten!
    Trotz der prekären Wasserlage sind neue sanitäre Einrichtungen dringend notwendig! Zwar hat die Schule bereits ein kleines Toilettenhäuschen, doch dieses ist schon so heruntergekommen, dass etwas neues einfach den meisten Sinn ergibt. Die alten Toiletten werden aber nicht abgerissen. Die werden gesäubert und mit einer neuen Sickergrube verbunden. Ich erspare euch aber Beschreibungen und Bilder der alten sanitären Einrichtungen ;)

    Neue Toiletten und Schulmauern für Behindertenheim

    Bei den neuen Toiletten werden die Fäkalien nicht über ein Abwassersystem abgeleitet. Beim "traditionellen Toilettensystem" liegt unter dem zukünftigenToilettenhäusschen eine 5-Fuß tiefe Grube, in der Kot und Urin auf natürlichem Wege versickern können. Umgangsprachlich werden solche Toiletten ohne Abwasserentsorgung auch Plumpsklos genannt. In Entwicklungsländern sind diese gang und gäbe.
    Allerdings hat sich der Bau aufgrund von vielen Feiertagen (darunter Lhosar und Holi) und von zwei Generalstreiks (da steht ALLES still) leider etwas hinausgezögert, sodass die Toiletten bis vor meiner Abreise nicht fertiggestellt werden konnten. Mittlerweile aber dürften diese bereits finale Gestalt angenommen haben. Korrigiere: Mittlerweile sind die Sickergruben fertig und mit den fertigen Toiletten verbunden :) Mehr Bilder zum Projekt auch auf Facebook.

    Neue Schulmauern!
    Das große Areal der Behindertenschule Nirmal Bal Bikas Vidhyalaya hat nur an zwei der vier Seiten, Wände aus Ziegelsteine. Dies ist problematisch, da in Vergangenheit immer mal wieder Kinder aus der Schule gerannt sind.

    Alte Zäune als Der Bau neuer stabiler Schulmauern war sogar das primäre Projekt, das seitens der liebevollen Direktorin, gewünscht wurde. Denn an den zwei "mauerfreien" Seiten der Behindertenschule stehen nur sporadische Maschendrahtzäune, die an einigen Stellen bereits tief herunter gedrückt wurden - stabil sieht anders aus ;)

    Mittlerweile stehen die Schulmauern bereits, müssen allerdings noch zementiert werden. In unserem Album auf Facebook dazu mehr. Sobald die Mauern zementiert wurden, sehen diese natürlich nicht schön und einladend aus. Daher soll das fade grau mit farbenfrohen Bildern übermalt werden. An den Wänden des kleinen Hostels der Schule wurden bereits erste Malereien von Volontären der Organisation Nepali Host Family an die Wände gepinselt :)

    Aktuelle Kosten: ca. 3.000€
    14.000 Ziegelsteine für unsere Projekte im BehindertenheimFür die Materialien, Arbeitswerkzeuge und Arbeitskräfte mussten wir etwa 3.000€ aufwenden. Eine detaillierte Auflistung der Kosten wird spätestens zum 1. Halbjahr auf unserer Webseite veröffentlicht. Um etwas greifbarer zu machen, wie viel letztendlich mit den eingesetzten Spendengelder unter anderem besorgt werden konnte, hier drei kleine Beispiele:

    • 7 Truck-Ladungen oder 14.000 Ziegelsteine
    • 6 Truck-Ladungen Sand
    • 69 Säcke Zement
    • und vieles, vieles mehr ;)

    Zukünftige Projekte in der Behindertenschule
    Das soll es in Nirmal Bal Bikas nicht geblieben sein. Nachdem die sanitären Einrichtungen und die neuen Schulmauern gebaut wurden, sollen diese etwas ansehnlicher gestaltet werden.
    Danach wird sich um die Klassen- und Trainigsräume gekümmert, die mit neuen behindertengerechten Gegenständen und Materialien eingerichtet werden sollen. Es steht außerdem die Reparatur des Schulbusses an, ohne dem viele Schüler von der Schule fern bleiben müssen.
    Mit der Verbesserung der Infrastruktur der Behindertenschule erhoffen wir uns auch mehr Unterstützung von einheimischen medizinischen Einrichtungen.

    Bleibt also auf dem Laufenden. Das herausfordernde Großprojekt, bei dem wir die große Behindertenschule in Nepal helfen, ist auch gleichzeitig unser Langzeitprojekt. :)

    Bis bald!! Namaste :)

  • Neue Fenster und Türen in der Compact English School

    Auf unserer diesmaligen Nepal-Reise im Frühjahr hatten wir eigentlich kein neues Projekt für die kleine Compact English School geplant. Ursprünglich lag unser Fokus auf den drei Klassen für die Kleinkinder der Primärschule. Denn für die beiden Kindergartenklassen und für die Kinderkrippe wollten wir neue Schulmöbel zur Verfügung stellen.

    Im Frühjahr 2013 konnten wir bereits die beiden Kindergartenklassen mit neuen Möbeln versorgen. Für die Kinderkrippe reichte unser Budget leider nicht mehr aus. Auch im September 2013 hatten wir es versäumt Spenden für dieses Projekt zu sammeln, da unser Fokus zu diesem Zeitpunkt hauptsächlich auf die Ausrichtung unseres Medical Camps im Dorf Bela lag. Nichtsdestotrotz waren wir dank Labdoo.org im Stande, die Compact English School mit sechs gebrauchten Laptops zu versogen.

    In diesem Frühjahr wollten wir nun unser Versprechen einlösen und der verbliebenen Klasse neue Möbel besorgen. Doch noch im ersten Meeting erklärte mir Arati Ma'am, die Direktorin der Compact English School, dass ihr ein anderes sehr wichtiges Projekt sehr am Herzen läge und dessen Umsetzung eine viel höhere Priorität hätte.
    Bisherige Keines der Klassenräume dieser Schule verfügt über Türen und Fenster. Und damit meine ich, genau das, was dort geschrieben steht. Die Klassenräume haben weder eine Tür noch ein Fenster! Es existierten dort nur die Rahmen aus Holz. Der Klassenraum war vollkommen offen, die Fensterrahmen nur mit einem Drahtnetz geschützt. Und selbst dieses löste sich schon langsam aber sicher auf.

    Warum mir das nicht vorher aufgefallen ist? Ich weiß es nicht....
    Warum es jetzt wichtig ist, Türen und Fenster zu haben, lässt sich ganz leicht erklären. Zurzeit werden überall in Kathmandu die Straßen erweitert. Dies bedeutet, dass unfassbar viel Sand und Staub mit dem Wind in sämtliche Nischen getragen wird. Obwohl sich keine Baustelle in der Nähe der Schule befindet, war es auch dort nicht gerade angenehm. Zudem ist der Schulhof nicht asphaltiert, sodass auch von dort aus, große Mengen an Staub und Sand in die Klassen gefegt werden.
    Schnell stimmten wir diesem Projekt zu und finanzierten für fast 540€ Türen und Fenster für 5 Klassenräume sowie für einen zukünftigen von Labdoo.org ausgestatteten Computerraum und eine Bibliothek.

    Glücklicherweise konnten wir dank vieler projektunabhängiger Spenden während der Weihnachtszeit genügend Mittel für dieses Projekt zur Verfügung stellen. Dabei wurden wir auch von einer jungen deutschen Volontärin tatkräftig untersützt. Lisa kam mit unserem einheimischen Partner Nepali-Host-Family nach Nepal und durfte in der kleinen Primärschule ehrenamtlich arbeiten. Sie fühlte sich dort direkt sehr wohl und hatte sichtlich sehr viel Spaß bei ihrer Arbeit. So war es ihr natürlich auch wichtig, die Schule auch finanziell zu unterstützen. In der Jugendzeitung ihrer Stadt veröffentlichte sie einen langen Artikel über ihren spannenden Aufenthalt in Nepal mit der Bitte die Compact English School über unseren Verein zu unterstützen.
    Tolle 150€ kamen dabei zusammen!! :)

    Neue Fenster in der Compact English SchoolArati Ma'am, die Direktorin der Schule, hatte sich bei Fertigstellung der Fenster und Türen riesig gefreut. Wir hatten gemeinsam beschlossen, die Türen und Fenster aus Aluminium herzustellen, da zum einen Holz sehr teuer in Nepal ist und zum anderen Holz sich bei schlechter Pflege und vor allem aufgrund der Witterungsbedingungen auch gerne einmal verzieht. Die hohe Luftfeuchtigkeit während des Monsuns und die bittere Kälte während den Wintermonaten führten dazu, dass keines der Holzfenster in den sämtlichen Häusern, in denen ich bereits gewesen war, sich luftdicht verschließen lässt ;)

    Umso mehr freut es mich, dass die neuen Fenster und Türen in der Compact English School noch lange bestehen können :)

    Mehr Bilder wie immer in unserem Facebook-Album.

  • Verbesserte Klassenräume für eine Schule im Dorf Bela

    Als ich vor fast zwei Monaten wieder einmal nach Nepal aufbrach, waren wir dank der EthikBank, die unseren kleinen Verein hamromaya Nepal e.V. fördert, im Stande zwei Großprojekte zu beginnen. Eines dieser beiden Projekte konzentriert sich rund um eine Schule im Dorf Bela, etwa 75km östlich von Kathmandu - oder mind. 1,5 Stunden von Kathmandu entfernt, denn Distanz wird in Nepal eher in Zeit gemessen... ;)

    Schüler der Shree Mahankal Secondary SchoolDie Shree Mahankal Secondary School im Kavre Distrikt ist eine staatliche Schule, die wie viele andere Schulen außerhalb der Städte unter einigen Problemen zu kämpfen hat. Kurz und knapp (und sehr vereinfacht) könnte man es so zusammenfassen, dass nicht genügend finanzielle Mittel vorhanden sind, um einen guten Schulalltag zu gewährleisten.

    Ich werde demnächst in einem anderen Eintrag etwas näher auf diese Problematik eingehen.

    Nachdem wir im vergangenen September bereits ein Medical Camp in dieser Schule organisiert hatten, bei dem wir mit der Hilfe unseres einheimischen Partners Nepali-Host-Family etwa 150 Kinder medizinisch versorgten, haben wir uns nun zum Ziel gesetzt, den schulischen Alltag in der Shree Mahankal School zu verbessern und den Kindern dort bessere Lernbedingungen zu bieten.

    Dank der überaus erfolgreichen Weihnachtsspendenaktion der EthikBank, bei der etwas mehr als 7.000€ zusammengekommen sind, dürfen wir durchaus zuversichtlich sein, dass wir einiges in dieser Schule erreichen können.
    Den Anfang haben wir bereits in diesem Frühjahr getan. Knapp 2.300€ wurden im ersten Schritt eingesetzt, um die Klassenräume der Schule wieder auf Vordermann zu bringen.
    So wurden alle 12 Klassenräume neu gestrichen (Kosten: ca. 1.000€) und mit unzähligen Lerntafeln zum Dekorieren ausgestattet (Kosten ca. 70€). Vorher-Nachher-Vergleich der KlassenräumeZudem ließen wir 12 große Schränke für die jeweiligen Klassen herstellen, in denen Schülerakten, Bücher und Lehrmaterialien sicher verstaut werden können. Desweiteren ließen wir ebenfalls 12 Stühle und 7 Tische produzieren, damit auch die Lehrer während der Unterrichtsstunden in den Klassen sich setzen können (Kosten: ca. 1.200€). Im Vorher-Nachher Vergleich kann man sofort erkennen, welche Auswirkungen die neuen Möbel sowie vor allem die neue Farbe für die Klassenräume haben. Wir freuen uns riesig, dass der Effekt so positiv geworden ist und möchten uns auch im Namen unserer Partner-Einrichtungen für diese tolle Spendenbereitschaft bedanken! :)

    Keine neuen Schultische und Schulbänke!
    Direkt am zweiten Tag meiner 5. Nepal-Reise machte ich mich mit Garret, dem Leiter von Nepali-Host-Family, auf dem Weg nach Bela. Anders als noch vor einem halben Jahr, fuhren wir nicht mit einem gemieteten Wagen, sondern mit den öffentlichen Bussen, sodass wir zum geplanten Meeting über zwei Stunden zu spät kamen. Fragt mich bitte nicht wie das passieren konnte. Ich erinnere mich nur dunkel an die quälend lange Busfahrt von Dhulikel nach Bela. In einem Bus, der so gerappelt voll war, dass ich mich nicht mal habe festhalten müssen. Denn fallen konnte ich definitiv nicht...
    Beim Meeting ging es natürlich darum, wie die Spendegelder effektiv eingesetzt werden sollten. Garret half tatkräftig bei sprachlichen Barrieren, die es einige gab. Mein Nepali ist alles andere als verhandlungssicher :P Wir gingen durch die Klassen. Und mit das Erste, was mir durch den Kopf schoss, war die große Anzahl an Schulbänken! Es stellte sich schnell heraus, dass es Klassen gab, in denen gut 50 Schüler unterrichtet werden. Dies führte dazu, dass wir unseren ursrpünglichen Plan von geräumigeren Schulmöbeln verwerfen mussten. Die Klassenräume bieten einfach nicht genügend Platz. Dennoch bat uns der Direktor der Schule darum, Möbel für die Lehrer zu spenden, die in den Klassenräumen weder einen Stuhl noch einen Pult besaßen. Zudem würde ein Schrank pro Klassenraum die Organisation und Ordnung in den jeweiligen Klassen erleichtern.
    Da wir mit dem Vorsatz zur Shree Mahankal School kamen, die Lernbedingungen der Schüler zu verbessern, entschied ich mich dafür alle Klassenräume neu zu streichen und neu zu dekorieren. Leider gibt es keine Fotos von Klassenräumen, die mit den Lerntafeln dekoriert wurden, da zum Zeitpunkt meines letzten Besuches in der Shree Mahankal School alle Klassen sich in der Klausurphase befanden, sodass ich die mitgebrachten Tafeln nicht mehr aufhängen konnte.

    Zukünftige Projekte
    Erst etwa 1/3 der Spenden aus der Weihnachtsaktion wurden eingesetzt, sodass wir noch genügend finanzielle Mittel zur Verfügung haben, um noch einiges in dieser Schule erreichen zu können. Noch haben wir nicht entschieden, welches Projekt wir weiterhin unterstützen möchten. Es dreht sich zurzeit alles um ein Science-Lab sowie einen Computerraum. Beides wäre meines Erachtens mit den restlichen Spendengelder umzusetzen. Allerdings bin ich ehrlich gesagt kein Fan von einem Computerraum. Denn in Nepal kommt es zu täglichen Stromrationierungen, die im Winter bis zu 18 Stunden ohne Strom bedeuten. Back-Up-Batterien sind für einen ganzen Computerraum sehr teuer und garantieren nur wenn überhaupt wenige Stunden mehr Elektrizität. Einen Diesel-Generator lehne ich mit allem, was ich habe, kategorisch ab, da auch der Preis von Diesel stetig steigt, ein Genarator extrem laut und zudem noch extrem umweltschädlich ist. Ganz zu Schweigen vom Gestank...
    Eine schöne Idee habe ich daher mit Garret entwickelt, die allerdings erst einmal eine Genehmigung vom Distrikt sowie vom Social Welfare Council benötigt. Sollte es machbar sein, können wir uns sehr gut vorstellen, die Shree Mahankal Secondary School in eine Green-School zu verwandeln, in der Energie größtenteils aus Solarenergie gewonnen wird und in der gegebenenfalls Gemüse zur Selbsversorgung angepflanzt werden können.
    Ich werde euch auf dem Laufenden halten.

    Zu guter Letzt: zu den Bildern vom Projekt

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