szmmctag

  • www.mein-nepal.de wird umgebaut

    Namaste, liebe Nepal-Freunde :)

    Solltet ihr auf der Suche nach dem Online-Shop www.mein-nepal.de und dessen Reiseinformationsseiten auf hiesigen Blog weitergeleitet worden sein, liegt es daran, dass die Webseite gerade umgebaut wird.

    Für Produkte aus Nepal muss ich daher leider noch um etwas Geduld bitten...
    Für alle weiteren Informationen bezüglich Nepal und ein paar Reise-Tipps gibt es auch hier Blog zu finden. Die Suchfunktion kann dabei weiterhelfen. ;)

    Leider kann ich noch nicht genau abschätzen, wann die neue mein-Nepal.de-Seite fertiggestellt werden kann, da ich gerade aufgrund meiner sehr späten Rückkehr aus Nepal ziemlich im Uni-Stress stecke :(
    Einige Hausarbeiten und Präsentationen stehen noch in den nächsten 2-3 Wochen an.....

    Besten Gruß und hoffentlich bis bald ;)
    Khai

  • Beginn des Projekts in der Behindertenschule

    Seit dem 01. Juni 2013 gehört unser Verein hamromaya Nepal e.V. zu eines der drei tollen Förderprojekte der EthikBank.
    Näheres dazu findet ihr auch unter folgendem Eintrag.

    Gemeinsam mit den Verantwortlichen der EthikBank haben wir beschlossen, dass die Förderspenden - sowohl seitens der Bank als auch ihrer Kunden - für die Hilfsprojekte in der Behindertenschule Nirmal Bal Bikas Vidhyalaya eingesetzt werden. Obwohl die liebevoll geführte Behindertenschule eine lange Historie in Kathmandu hat, steckt sie bereits seit einigen Jahren in finanziellen Nöten, sodass die Einrichtungen der Schule - Klassenräume, Lehrräume, Hostels, Küche, Toiletten - von Jahr zu Jahr heruntergekommen sind. Dies hat auch zur Folge, dass die Lehre für die geistig und körperlich behinderten Kinder und Erwachsenen natürlich nicht mehr auf dem höchsten Niveau stattfinden kann.
    Gemeinsam mit der EthikBank, unserem Förderer, sowie der einheimischen Organisation Nepali Host Family, die dieses Projekt organisatorisch unterstützt und (nationale sowie internationale) Volontäre in diese Einrichtung sendet, möchten wir der Behindertenschule eine Rundumerneuerung verpassen. :)

    Im Frühjahr 2014 waren wir endlich in der Lage, die vorher geplanten Projekte zu beginnen. Das Hauptziel lag dabei, die sanitären Einrichtungen zu erneuern, ein Wassersystem zu errichten sowie Schulmauern aufzubauen, die verhindern sollen, dass Kinder in den Pausen das Schulgelände unbeaufsichtigt verlassen, da dies - besonders bei geistig behinderten Kindern - ein erhöhtes Risiko aufweist.

    Kein Wasser- und Abwassersystem möglich!
    Bei unseren ersten Gesprächen mit Schulleitung und Bauarbeitern stellte sich heraus, dass eine Bohrung nach Grundwasser, was letztlich die Grundlage für ein Wassersystem darstellt, nicht nötig war, da auf diesem Areal angeblich kein Grundwasser "in der Nähe" war. So wäre eine Bohrung und die Verlegung von diversen Rohren eine sehr, sehr kostspielige Angelegenheit geworden. Aus dem selben Grund ist ein Abwassersystem ebenfalls nicht möglich. Das Behindertenheim befindet sich etwa 100m von einer asphaltierten Straße entfernt, unter der in der Regel Abwasserleitungen vorhanden sind. Da aber weder Kommune, Stadt oder gar der Staat dies fördert, ist es mit unseren finanziellen Mitteln nicht möglich, diese riesigen Rohre zu verlegen.
    So blieben wir einfach beim "traditionellen" Toilettensystem und übernahmen dabei auch die aktuelle - und relativ kostengünstige - Alternative der Wasserbeschaffung. Monatlich wird ein riesiger Wassertank (etwa 2.500 Liter) gegen ein kleines Entgelt aufgefüllt.

    Bau neuer Toiletten!
    Trotz der prekären Wasserlage sind neue sanitäre Einrichtungen dringend notwendig! Zwar hat die Schule bereits ein kleines Toilettenhäuschen, doch dieses ist schon so heruntergekommen, dass etwas neues einfach den meisten Sinn ergibt. Die alten Toiletten werden aber nicht abgerissen. Die werden gesäubert und mit einer neuen Sickergrube verbunden. Ich erspare euch aber Beschreibungen und Bilder der alten sanitären Einrichtungen ;)

    Neue Toiletten und Schulmauern für Behindertenheim

    Bei den neuen Toiletten werden die Fäkalien nicht über ein Abwassersystem abgeleitet. Beim "traditionellen Toilettensystem" liegt unter dem zukünftigenToilettenhäusschen eine 5-Fuß tiefe Grube, in der Kot und Urin auf natürlichem Wege versickern können. Umgangsprachlich werden solche Toiletten ohne Abwasserentsorgung auch Plumpsklos genannt. In Entwicklungsländern sind diese gang und gäbe.
    Allerdings hat sich der Bau aufgrund von vielen Feiertagen (darunter Lhosar und Holi) und von zwei Generalstreiks (da steht ALLES still) leider etwas hinausgezögert, sodass die Toiletten bis vor meiner Abreise nicht fertiggestellt werden konnten. Mittlerweile aber dürften diese bereits finale Gestalt angenommen haben. Korrigiere: Mittlerweile sind die Sickergruben fertig und mit den fertigen Toiletten verbunden :) Mehr Bilder zum Projekt auch auf Facebook.

    Neue Schulmauern!
    Das große Areal der Behindertenschule Nirmal Bal Bikas Vidhyalaya hat nur an zwei der vier Seiten, Wände aus Ziegelsteine. Dies ist problematisch, da in Vergangenheit immer mal wieder Kinder aus der Schule gerannt sind.

    Alte Zäune als Der Bau neuer stabiler Schulmauern war sogar das primäre Projekt, das seitens der liebevollen Direktorin, gewünscht wurde. Denn an den zwei "mauerfreien" Seiten der Behindertenschule stehen nur sporadische Maschendrahtzäune, die an einigen Stellen bereits tief herunter gedrückt wurden - stabil sieht anders aus ;)

    Mittlerweile stehen die Schulmauern bereits, müssen allerdings noch zementiert werden. In unserem Album auf Facebook dazu mehr. Sobald die Mauern zementiert wurden, sehen diese natürlich nicht schön und einladend aus. Daher soll das fade grau mit farbenfrohen Bildern übermalt werden. An den Wänden des kleinen Hostels der Schule wurden bereits erste Malereien von Volontären der Organisation Nepali Host Family an die Wände gepinselt :)

    Aktuelle Kosten: ca. 3.000€
    14.000 Ziegelsteine für unsere Projekte im BehindertenheimFür die Materialien, Arbeitswerkzeuge und Arbeitskräfte mussten wir etwa 3.000€ aufwenden. Eine detaillierte Auflistung der Kosten wird spätestens zum 1. Halbjahr auf unserer Webseite veröffentlicht. Um etwas greifbarer zu machen, wie viel letztendlich mit den eingesetzten Spendengelder unter anderem besorgt werden konnte, hier drei kleine Beispiele:

    • 7 Truck-Ladungen oder 14.000 Ziegelsteine
    • 6 Truck-Ladungen Sand
    • 69 Säcke Zement
    • und vieles, vieles mehr ;)

    Zukünftige Projekte in der Behindertenschule
    Das soll es in Nirmal Bal Bikas nicht geblieben sein. Nachdem die sanitären Einrichtungen und die neuen Schulmauern gebaut wurden, sollen diese etwas ansehnlicher gestaltet werden.
    Danach wird sich um die Klassen- und Trainigsräume gekümmert, die mit neuen behindertengerechten Gegenständen und Materialien eingerichtet werden sollen. Es steht außerdem die Reparatur des Schulbusses an, ohne dem viele Schüler von der Schule fern bleiben müssen.
    Mit der Verbesserung der Infrastruktur der Behindertenschule erhoffen wir uns auch mehr Unterstützung von einheimischen medizinischen Einrichtungen.

    Bleibt also auf dem Laufenden. Das herausfordernde Großprojekt, bei dem wir die große Behindertenschule in Nepal helfen, ist auch gleichzeitig unser Langzeitprojekt. :)

    Bis bald!! Namaste :)

  • Neue Fenster und Türen in der Compact English School

    Auf unserer diesmaligen Nepal-Reise im Frühjahr hatten wir eigentlich kein neues Projekt für die kleine Compact English School geplant. Ursprünglich lag unser Fokus auf den drei Klassen für die Kleinkinder der Primärschule. Denn für die beiden Kindergartenklassen und für die Kinderkrippe wollten wir neue Schulmöbel zur Verfügung stellen.

    Im Frühjahr 2013 konnten wir bereits die beiden Kindergartenklassen mit neuen Möbeln versorgen. Für die Kinderkrippe reichte unser Budget leider nicht mehr aus. Auch im September 2013 hatten wir es versäumt Spenden für dieses Projekt zu sammeln, da unser Fokus zu diesem Zeitpunkt hauptsächlich auf die Ausrichtung unseres Medical Camps im Dorf Bela lag. Nichtsdestotrotz waren wir dank Labdoo.org im Stande, die Compact English School mit sechs gebrauchten Laptops zu versogen.

    In diesem Frühjahr wollten wir nun unser Versprechen einlösen und der verbliebenen Klasse neue Möbel besorgen. Doch noch im ersten Meeting erklärte mir Arati Ma'am, die Direktorin der Compact English School, dass ihr ein anderes sehr wichtiges Projekt sehr am Herzen läge und dessen Umsetzung eine viel höhere Priorität hätte.
    Bisherige Keines der Klassenräume dieser Schule verfügt über Türen und Fenster. Und damit meine ich, genau das, was dort geschrieben steht. Die Klassenräume haben weder eine Tür noch ein Fenster! Es existierten dort nur die Rahmen aus Holz. Der Klassenraum war vollkommen offen, die Fensterrahmen nur mit einem Drahtnetz geschützt. Und selbst dieses löste sich schon langsam aber sicher auf.

    Warum mir das nicht vorher aufgefallen ist? Ich weiß es nicht....
    Warum es jetzt wichtig ist, Türen und Fenster zu haben, lässt sich ganz leicht erklären. Zurzeit werden überall in Kathmandu die Straßen erweitert. Dies bedeutet, dass unfassbar viel Sand und Staub mit dem Wind in sämtliche Nischen getragen wird. Obwohl sich keine Baustelle in der Nähe der Schule befindet, war es auch dort nicht gerade angenehm. Zudem ist der Schulhof nicht asphaltiert, sodass auch von dort aus, große Mengen an Staub und Sand in die Klassen gefegt werden.
    Schnell stimmten wir diesem Projekt zu und finanzierten für fast 540€ Türen und Fenster für 5 Klassenräume sowie für einen zukünftigen von Labdoo.org ausgestatteten Computerraum und eine Bibliothek.

    Glücklicherweise konnten wir dank vieler projektunabhängiger Spenden während der Weihnachtszeit genügend Mittel für dieses Projekt zur Verfügung stellen. Dabei wurden wir auch von einer jungen deutschen Volontärin tatkräftig untersützt. Lisa kam mit unserem einheimischen Partner Nepali-Host-Family nach Nepal und durfte in der kleinen Primärschule ehrenamtlich arbeiten. Sie fühlte sich dort direkt sehr wohl und hatte sichtlich sehr viel Spaß bei ihrer Arbeit. So war es ihr natürlich auch wichtig, die Schule auch finanziell zu unterstützen. In der Jugendzeitung ihrer Stadt veröffentlichte sie einen langen Artikel über ihren spannenden Aufenthalt in Nepal mit der Bitte die Compact English School über unseren Verein zu unterstützen.
    Tolle 150€ kamen dabei zusammen!! :)

    Neue Fenster in der Compact English SchoolArati Ma'am, die Direktorin der Schule, hatte sich bei Fertigstellung der Fenster und Türen riesig gefreut. Wir hatten gemeinsam beschlossen, die Türen und Fenster aus Aluminium herzustellen, da zum einen Holz sehr teuer in Nepal ist und zum anderen Holz sich bei schlechter Pflege und vor allem aufgrund der Witterungsbedingungen auch gerne einmal verzieht. Die hohe Luftfeuchtigkeit während des Monsuns und die bittere Kälte während den Wintermonaten führten dazu, dass keines der Holzfenster in den sämtlichen Häusern, in denen ich bereits gewesen war, sich luftdicht verschließen lässt ;)

    Umso mehr freut es mich, dass die neuen Fenster und Türen in der Compact English School noch lange bestehen können :)

    Mehr Bilder wie immer in unserem Facebook-Album.

  • Verbesserte Klassenräume für eine Schule im Dorf Bela

    Als ich vor fast zwei Monaten wieder einmal nach Nepal aufbrach, waren wir dank der EthikBank, die unseren kleinen Verein hamromaya Nepal e.V. fördert, im Stande zwei Großprojekte zu beginnen. Eines dieser beiden Projekte konzentriert sich rund um eine Schule im Dorf Bela, etwa 75km östlich von Kathmandu - oder mind. 1,5 Stunden von Kathmandu entfernt, denn Distanz wird in Nepal eher in Zeit gemessen... ;)

    Schüler der Shree Mahankal Secondary SchoolDie Shree Mahankal Secondary School im Kavre Distrikt ist eine staatliche Schule, die wie viele andere Schulen außerhalb der Städte unter einigen Problemen zu kämpfen hat. Kurz und knapp (und sehr vereinfacht) könnte man es so zusammenfassen, dass nicht genügend finanzielle Mittel vorhanden sind, um einen guten Schulalltag zu gewährleisten.

    Ich werde demnächst in einem anderen Eintrag etwas näher auf diese Problematik eingehen.

    Nachdem wir im vergangenen September bereits ein Medical Camp in dieser Schule organisiert hatten, bei dem wir mit der Hilfe unseres einheimischen Partners Nepali-Host-Family etwa 150 Kinder medizinisch versorgten, haben wir uns nun zum Ziel gesetzt, den schulischen Alltag in der Shree Mahankal School zu verbessern und den Kindern dort bessere Lernbedingungen zu bieten.

    Dank der überaus erfolgreichen Weihnachtsspendenaktion der EthikBank, bei der etwas mehr als 7.000€ zusammengekommen sind, dürfen wir durchaus zuversichtlich sein, dass wir einiges in dieser Schule erreichen können.
    Den Anfang haben wir bereits in diesem Frühjahr getan. Knapp 2.300€ wurden im ersten Schritt eingesetzt, um die Klassenräume der Schule wieder auf Vordermann zu bringen.
    So wurden alle 12 Klassenräume neu gestrichen (Kosten: ca. 1.000€) und mit unzähligen Lerntafeln zum Dekorieren ausgestattet (Kosten ca. 70€). Vorher-Nachher-Vergleich der KlassenräumeZudem ließen wir 12 große Schränke für die jeweiligen Klassen herstellen, in denen Schülerakten, Bücher und Lehrmaterialien sicher verstaut werden können. Desweiteren ließen wir ebenfalls 12 Stühle und 7 Tische produzieren, damit auch die Lehrer während der Unterrichtsstunden in den Klassen sich setzen können (Kosten: ca. 1.200€). Im Vorher-Nachher Vergleich kann man sofort erkennen, welche Auswirkungen die neuen Möbel sowie vor allem die neue Farbe für die Klassenräume haben. Wir freuen uns riesig, dass der Effekt so positiv geworden ist und möchten uns auch im Namen unserer Partner-Einrichtungen für diese tolle Spendenbereitschaft bedanken! :)

    Keine neuen Schultische und Schulbänke!
    Direkt am zweiten Tag meiner 5. Nepal-Reise machte ich mich mit Garret, dem Leiter von Nepali-Host-Family, auf dem Weg nach Bela. Anders als noch vor einem halben Jahr, fuhren wir nicht mit einem gemieteten Wagen, sondern mit den öffentlichen Bussen, sodass wir zum geplanten Meeting über zwei Stunden zu spät kamen. Fragt mich bitte nicht wie das passieren konnte. Ich erinnere mich nur dunkel an die quälend lange Busfahrt von Dhulikel nach Bela. In einem Bus, der so gerappelt voll war, dass ich mich nicht mal habe festhalten müssen. Denn fallen konnte ich definitiv nicht...
    Beim Meeting ging es natürlich darum, wie die Spendegelder effektiv eingesetzt werden sollten. Garret half tatkräftig bei sprachlichen Barrieren, die es einige gab. Mein Nepali ist alles andere als verhandlungssicher :P Wir gingen durch die Klassen. Und mit das Erste, was mir durch den Kopf schoss, war die große Anzahl an Schulbänken! Es stellte sich schnell heraus, dass es Klassen gab, in denen gut 50 Schüler unterrichtet werden. Dies führte dazu, dass wir unseren ursrpünglichen Plan von geräumigeren Schulmöbeln verwerfen mussten. Die Klassenräume bieten einfach nicht genügend Platz. Dennoch bat uns der Direktor der Schule darum, Möbel für die Lehrer zu spenden, die in den Klassenräumen weder einen Stuhl noch einen Pult besaßen. Zudem würde ein Schrank pro Klassenraum die Organisation und Ordnung in den jeweiligen Klassen erleichtern.
    Da wir mit dem Vorsatz zur Shree Mahankal School kamen, die Lernbedingungen der Schüler zu verbessern, entschied ich mich dafür alle Klassenräume neu zu streichen und neu zu dekorieren. Leider gibt es keine Fotos von Klassenräumen, die mit den Lerntafeln dekoriert wurden, da zum Zeitpunkt meines letzten Besuches in der Shree Mahankal School alle Klassen sich in der Klausurphase befanden, sodass ich die mitgebrachten Tafeln nicht mehr aufhängen konnte.

    Zukünftige Projekte
    Erst etwa 1/3 der Spenden aus der Weihnachtsaktion wurden eingesetzt, sodass wir noch genügend finanzielle Mittel zur Verfügung haben, um noch einiges in dieser Schule erreichen zu können. Noch haben wir nicht entschieden, welches Projekt wir weiterhin unterstützen möchten. Es dreht sich zurzeit alles um ein Science-Lab sowie einen Computerraum. Beides wäre meines Erachtens mit den restlichen Spendengelder umzusetzen. Allerdings bin ich ehrlich gesagt kein Fan von einem Computerraum. Denn in Nepal kommt es zu täglichen Stromrationierungen, die im Winter bis zu 18 Stunden ohne Strom bedeuten. Back-Up-Batterien sind für einen ganzen Computerraum sehr teuer und garantieren nur wenn überhaupt wenige Stunden mehr Elektrizität. Einen Diesel-Generator lehne ich mit allem, was ich habe, kategorisch ab, da auch der Preis von Diesel stetig steigt, ein Genarator extrem laut und zudem noch extrem umweltschädlich ist. Ganz zu Schweigen vom Gestank...
    Eine schöne Idee habe ich daher mit Garret entwickelt, die allerdings erst einmal eine Genehmigung vom Distrikt sowie vom Social Welfare Council benötigt. Sollte es machbar sein, können wir uns sehr gut vorstellen, die Shree Mahankal Secondary School in eine Green-School zu verwandeln, in der Energie größtenteils aus Solarenergie gewonnen wird und in der gegebenenfalls Gemüse zur Selbsversorgung angepflanzt werden können.
    Ich werde euch auf dem Laufenden halten.

    Zu guter Letzt: zu den Bildern vom Projekt

  • Und wieder zurück aus Nepal....

    Seit Mittwoch Mitternacht (26.03.14) bin ich wieder Zuhause angekommen.
    35 Tage Nepal gingen wie im Flug vorbei. Nur der Rückflug selbst zog sich ungemein. Wie auch schon bei meinem Hinflug musste ich stundenlange Verspätungen ertragen. Die Wetterlage in Nepal lässt Starts und Landungen am frühen Morgen kaum zu. Der Dunst hängt wie in einer unsichtbaren Glocke über dem Kathmandu-Tal. Kaum Sicht - die Flugzeuge bleiben am Boden oder (wie im meinem Fall) kommen erst gar nicht an... Darüber bestimmt noch einmal ein längerer Eintrag.

    Mit über 8 Stunden Verspätung bin ich nun wieder hier. Noch im Flieger war die Sehnsucht nach Nepal unerträglich. Noch im Flieger machte ich mir bereits Gedanken, wann ich wieder in Nepal sein werde...
    Eingelebt in Deutschland habe ich mich unglaublich schnell - Kathmandu/Frankfurt ist Routine geworden. Keine Umstellungen oder Akklimatisierungen nötig. Am Donnerstag war ich direkt schon wieder in der Uni, am Freitag auf der Arbeit und auch heute darf ich wieder promoten :)

    Nepal war wie immer unfassbar intensiv und erlebnisreich - noch nie war es so aufregend für mich, noch nie hatte ich mehr zu tun. Schon lange bin ich nicht mehr nur ein "einfacher" Volontär, der die Kinder aus den verschiedenen Schulen und Einrichtungen besucht. Für viele bin ich schon ein älterer Bruder - und auch viele der Kinder sehe ich selbst als Teil meiner Familie.
    Klar, wenn die Zeit es ermöglicht, liebe ich es zu unterrichten. Ich bilde mir nicht ein, dass ich ohne eine Lehrer-Ausbildung geeignet für diesen Job bin...
    [Viele sehr junge Volontäre kommen nach Nepal, um als Lehrer ehrenamtlich zu arbeiten, obwohl sie im Prinzip keine Ahnung haben, was sie dort genau tun. Das stört ungemein den schulischen Alltag. Auch dazu mehr in Kürze.]
    Aber hin und wieder schaffe ich durch praktische Beispiele Verständnisse für diverse Unterrichtsfächer zu entwickeln - jedenfalls für die jüngeren Klassen ;) Größtenteils geht es eher aber darum, den Kindern gesprochenes Englisch näher zu bringen. Denn das Leseverständnis ist bei den meisten sehr weit ausgebildet - schließlich wird ja fast nur noch in Englisch unterrichtet. Jedoch hapert es noch im Zuhören und Sprechen.

    Unterrichten ist zu meiner Freizeitbeschäftigung geworden. Und viel Freizeit habe ich kaum in Nepal.
    Den Großteil meiner Zeit widme ich mich den Projekten unseres gemeinnützigen Vereins "hamromaya Nepal e.V." und das Herumführen meiner Freunde und Familienmitglieder, die zum ersten Mal Nepal besuchen. Im September 2013 noch meine Eltern - dieses Mal zwei Freunde :)

    Großprojekte gestartet
    Dank der EthikBank, unserem Förderpartner, hatten wir nun Mittel zur Verfügung, mit denen wir viel größere Projekte als in der Vergangenheit angehen konnten.
    So begannen unsere Arbeiten in der Dorfschule Shree Mahankal Secondary School im Kavre Distrikt sowie in der Disabled School in Kathmandu.
    Shree Mahankal Secondary School (Kurz-Update)
    Bei der letztjährigen Weihnachtspendenaktion der EthikBank kamen knapp über 7.000€ zusammen, die wir für die Renovierung und Neuaustattung der Dorfschule einsetzen möchten. Etwa 2.250€ wurden bereits ausgegeben, um die Klassenräume wieder auf Vordermann zu bringen, sodass sich die Schülerinnen und Schüler in ihren Klassen auch wieder wohl fühlen können. Mit den restlichen 5.000€ soll ein kleiner Computerraum errichtet werden. Zudem ist in Planung die Dorfschule in eine nachhaltige Green-School zu verwandeln, in der zukünftig Energie aus Solarzellen gewonnen werden soll.
    Mehr dazu in einem längeren Eintrag in Kürze. Mehr dazu hier.
    Disabled School Nirmal Bal Bikas Vidhyalaya (Kurz-Update)
    Die Projekte in der Behindertenschule werden gezielt von der EthikBank gefördert. Während unserer diesjährigen Reise begannen wir mit den Bauarbeiten mehrerer Schulmauern und neuen Sanitäreinrichtungen. Die Schulmauern sind absolut notwendig, da in der Vergangenheit immer mal wieder Kinder ausgebüchst sind - besonders für geistig behinderte Kinder eine große Gefahr! Auch die neuen Toiletten sind ein Muss. Denn die drei, die jetzt vorhanden sind, sind mit das schlimmste, was ich in Nepal an Sanitäreinrichtungen gesehen habe. Bilder und Beschreibungen erspare ich meinen Lesern ;) Gut 3.000€ wurden hier bereits eingesetzt, um die Arbeitsmaterialien (Ziegelsteine, Zement, Sand, Wasser, Werkzeuge usw.) und die Arbeiter zu bezahlen. Aufgrund einiger Feiertage in Nepal sind die Arbeiten leider nicht so weit fortgeschritten wie ich noch anfangs erhofft hatte. Aber mittlerweile laufen sie wieder im vollsten Gange.
    Mehr dazu in einem längeren Eintrag in Kürze. Mehr dazu hier.

    Die weiteren größeren Projekte
    Auch hier waren wir fleißig und haben unsere Partnereinrichtungen in Nepal kräftig unterstützt.
    Für die Compact English School ließen wir Türen und Fenster für die Klassenräume einsetzen (zuvor gab es überhaupt KEINE!). Mehr dazu hier.
    Für das Waisenhaus Buddhist Child Home waren wir im Stande Spenden zur Verfügung zu stellen, damit alle 26 Kinder neue Schulbücher für das kommende neue Schuljahr (April/Mai) erhalten.
    Ein ganz, ganz großer Dank geht dabei an unser Vereinsmitglied Jenna, die mit großen Tatendrang in ihrem Freundes- und Bekanntenkreis eine sehr erfolgreiche Spendenaktion startete :)
    Auch hierüber werde ich demnächst noch genauer berichten.

    www.mein-Nepal.de wird umgebaut
    Mein Onlineshop wird in den nächsten Wochen etwas umgebaut und umgestaltet. Neue Produkte werden auch im Sortiment sein. Ihr dürft gespannt darauf sein ;)

    Leider habe ich bis jetzt zeitlich nicht geschafft, näher von meiner Reise und den Projekten zu berichten. Die Tage in Nepal waren extrem lang, sodass ich am Abend echt fertig war - wenn wir denn mal Strom hatten ;)
    Bilder folgen in Kürze - müssen noch etwas bearbeitet werden....

    Bis demnächst und ganz lieben Gruß (wieder aus Frankfurt)
    Khai

  • Portemonnaie geklaut :(

    Ja, jetzt hat es mich auch erwischt :(
    5 Nepal-Anreisen hat es gebraucht, bis es jemand geschafft hat, mein Portemonnaie zu stehlen. Was soll ich sagen? Shit happens wäre zu einfach.
    Natürlich trifft auch mich die Schuld, da ich nach meinen ganzen Nepal-Monate nicht mehr so aufmerksam gewesen war wie noch zwei Jahre zuvor.

    Schnell ging es allemal. Ich stand mit meinem aufgespannten Regenschirm (es regnete heute nach Wochen wieder in Strömen) keine 2 Minuten an einer "Bushaltestelle", ehe ich bemerkte, dass der Reißverschluss meiner Schultertasche geöffnet war. Hektisch kramte ich in allen Fächern und in meinen Taschen, nur um bestätigt zu bekommen, dass mein Portemonnaie verschwunden war.

    Schnell ging es dann für mich weiter. Regenschirm zu und im höchsten Tempo zurück ins Hostel gerannt. Auf dem Weg mein Handy noch aufgeladen, um die Kreditkarte sperren zu lassen. Doch leider bietet die Postbank keine kostengünstige Rufnummer für Anrufe aus dem Ausland an. Guthaben reichte nur für wenige Sekunden aus.
    Runter zum Haustelefon gestürmt. Nur für Inlandsanrufe geeignet. Glücklicherweise kam gerade in diesem Moment Garret, der Leiter von Nepali-Host-Family, heim. Kurz 1.000NPR von ihm geliehen und schnurstracks im Regen in den nächsten Telefonschuppen gerannt. Leitung tot - kein Strom. Keine Zeit zum Luft schnappen. Weiter ging es ins HYATT Hotel. Komplett durchnässt wählte ich die Service-Hotline an. Ich kam durch. 4 Minuten später war meine Kreditkarte gesperrt. Kosten für den Anruf 1.356 NPR. Hatte ich natürlich nicht...

    Zurück nach Haus gerannt, meine letzten Euros zusammengekratzt und in der Wechselstube ausgetauscht. Auf dem Weg schnell noch zur lokalen Polizeistation vorbeigeschaut und Diebstahl gemeldet, die mich allerdings zur Tourist Police Station schickten. Aber zuvor musste ja noch das HYATT bezahlt werden...
    Nach Begleichen meiner Schulden schnurstracks mit dem Taxi zur Touristenpolizei. Vorfall geschildert und dann erst einmal zurück ins Hostel...

    5 Stunden, die mich sicherlich um 5 Jahre haben altern lassen. Neben der Visa-Karte befand sich zudem mein Personalausweis sowie noch knapp 150€ im Portemonnaie. Das Geld schmerzt nicht allzu sehr - ärgerlich aber nun ja... man kann ja seinen Lebensstil anpassen.
    Was mich am meisten ärgert ist sicherlich meine Kreditkarte, denn ohne die, muss ich mir etwas einfallen lassen, um Geld für unsere Projekte herzubekommen.

    Aber gut, was soll man machen. Respekt, dass er/sie es geschafft hat.
    Don't hate the player, hate the game...

  • Power Cuts in Nepal - Abende ohne Strom

    Power Cuts gehören in Nepal dazu wie das Dal zum Bhat (Dal Bhat ist die nepalesische Nationalspeise: Reis und Linsensuppe). Von den Power Cuts ist ziemlich jeder in Nepal betroffen. Ob einheimisch oder ausländisch, der Mann am Stromschalter - so stelle ich es mir jedenfalls vor - kennt da kein Erbarmen. Pünktlich zur festgelegten Zeit (ja, es gibt einen Wann-nicht-Strom-haben-Zeitplan) gehen in einem Stadtteil die Lichter aus, während sie in einem anderen wieder aufleuchten. "Des einen Freud ist des anderen Leid" war nie zutreffender.

    Es sei denn natürlich, man hat einen Generator. Bin ich ehrlich gesagt kein Fan von. Natürlich ist es für Fabriken, Restaurants, Einzelhandelsgeschäfte und so weiter ein Muss, aber standet ihr schon einmal an einem Generator? Extrem laut und vor allem super viele Abgase. Das muss man nicht wirklich bei sich daheim in der Nähe stehen haben.

    Den Touristen freut es aber. Schließlich muss man seine Smartphones aufladen. Denn ohne die wären die meisten ganz schnell gar nicht mehr so smart. In Thamel, der Touristenhochburg Kathmandus, sucht man vergeblich nach Ecken ganz ohne Strom - was nicht bedeutet, dass diese nicht trotzdem dunkel und unheimlich sein können. Stunden ohne Strom in Thamel? Undenkbar! Denn die komische Gestalt aus dem "Westen", die tagsüber mit Mütze, Sonnenbrille, am Bauch getragenen Rucksack, laut, rücksichtslos und meist in größeren Herden mit Bildfangmaschinen sowie riesigen Objektiven unterwegs ist, kann ja nicht mehr ohne Elektrizität leben.

    Bei mir im Hostel (liegt Gott sei Dank außerhalb Thamel) gibt es keinen Generator. Aber warum auch. Dann sitzt man eben alle zusammen beim Abendessen im Kerzenlicht. Dann läuft im Hintergrund eben nicht der Fernseher. Dann benutzt man eben weniger seinen Laptop. Dann verbindet man sich eben nicht mit dem Internet. Dann checkt man eben nicht seinen Facebook-Status.
    Man sitzt dann eben gemeinsam am Esstisch und unterhält sich über Nepal und Gott und die Welt. Ich behaupte mal, dass dies die zwischenmenschlichen Beziehungen nur fördert. Denn der familiäre Zusammenhalt ist hier auch viel stärker ausgeprägt als jetzt in den Industrienationen. Ich bin mittlerweile das fünfte Mal in Nepal (mein 11. Monat) und ich habe mich noch nie mit einem anderen Volontär nicht verstanden. Man macht eben dasselbe durch. Man isst zusammen, man redet.

    Wenn ich eines vermissen werde, sobald ich wieder in Deutschland bin, (abgesehen von den Kindern und meinen Freunden in Nepal) ist es das Beisammensein von Menschen aus den unterschiedlichsten Regionen der Welt, die gemeinsam ihren Tag Revue passieren lassen, Spaß haben und vor allem sich nicht in die virtuelle Welt verabschieden.

  • Willkommen in New Delhi?!?!

    Nein, ich saß nicht im falschen Flieger. Und nein, der Pilot hat sich nicht verflogen. Wegen unglaublich schlechten Witterungsbedingungen konnte der Pilot in Kathmandu nicht zur Landung ansetzen und entschied sich für eine Zwischenlandung in gut einstündig entferntem New Delhi.

    Habe ich noch so sehr von Turkish Airlines geschwärmt - ausgerechnet in meinem vorherigen Eintrag, gab es bei diesem Mal einiges zu bemängeln. Mal von der Fluggesellschaft unverschuldet, mal doch.
    Der holprige Start meiner Anreise begann schon am Flughafen in Frankfurt. Nachdem wir am Gate angekommen waren, verzögerte sich der Abflug um über eine Stunde. Was an und für sich nicht schlimm war, weil mein Anschlussflug aus Istanbul nach Kathmandu genügend Pufferzeit mit sich brachte.

    In Istanbul wurden aus den vorhergesehenen 3-stündigem Zwischenstopp plötzlich fast 5.
    18.10h Ortszeit sollte das Boarding beginnen, der Abflug dann eine Stunde später. Doch leider wurde das Boarding immer weiter nach hinten verschoben, da eine Schlechtwetterfront über Nepal kreiste. So stiegen wir erst gegen 20.30h in den Flieger ein und hoben wenig später endlich ab.

    Sollte nun die Reise angenehmer verlaufen? Werde ich während des gut 6-stündigen Flugs Kräfte tanken können, um meinen ersten Tag in Nepal effektiv nutzen zu können? Der Nachtflug hätte einen solchen Plan durchaus unterstützt - wenn doch nur mal jemand den Lichtschalter betätigt hätte! Ich kann es nicht glauben, dass das Licht ohne Unterbrechung an blieb! Da ich dadurch nicht Einschlafen konnte, wurde es an der Zeit mit selbst zu beschäftigen. Wie soll das aber gehen, wenn man keine persönlichen Fernseher vor seiner Nase hat und auch die größeren Bildschirme im Flieger nicht funktionierten?!?!

    PURE LANGEWEILE!!!!

    Das schlimme ist noch, dass ich mein Handy im Handgepäck verstaut hatte und auch keine Armbanduhr bei mir trug - was soll ich mit so etwas in Nepal?! ;) So wusste ich über den ganzen Flug überhaupt nicht mehr, wie lang wir bereits unterwegs waren, was an Weg uns noch bevorstand und wo zum Teufel wir uns gerade befanden…

    Als am Horizont die ersten Sonnenstrahlen zu entdecken waren, wusste ich, dass wir kurz vorm Ziel waren. Als es immer heller wurde und die ersten Passagiere Fotos schossen, wusste ich, dass der Himalaya schon zu sehen und wir in weniger als einer Stunde nepalesischen Boden betreten würden. Als das Anschnallsignal aufleuchtete war mir klar, dass wir nur noch eine halbe Stunde entfernt sein würden. Doch als ich mich meinen Hals ans Fenster streckte (ich gebe meine Fenstersitzplätze nach Nepal immer an neugierige Erst-Touristen weiter), hatte ich sofort ein ungutes Gefühl. Die Bergspitzen waren kaum zu sehen und noch viel schlimmer war, dass obwohl wir uns schon im Landeanflug befanden, der Boden nicht zu sehen. Klar, wir sind noch einige Kilometer über Nepal, doch noch nie konnte ich NICHTS erkennen. Als der Pilot eine Schleife links um drehte, war mir klar: Wir drehen ab!!

    Wenig später ertönte aus den Lautsprechern die Durchsage des Kapitäns. Der Landeanflug wurde abgebrochen. Das Wetter über Kathmandu ließe das schon seit Stunden nicht zu. Er habe weniger als 50m Sicht. Für eine sichere Landung brauche man mindestens 2.800m. Er habe sich daher entschieden zu drehen und in New Delhi zwischen zu landen.
    So war ich dann gut eine Stunde später in Indien... Da trifft die Schuld natürlich nicht auf Turkish Airline. Mutter Natur hat da ihre Hände im Spiel und verschafft mir eine weitere gute Stunde im Flieger, während das Flugzeug wieder neu aufgetankt wurde. Ein Ansturm auf Wasser und Sandwiches begann - ein Glück, dass keine Waffen an Bord erlaubt sind ;)
    Dann plötzlich aus dem Cockpit: "Das Wetter in Kathmandu hat sich gebessert. Wir haben die Erlaubnis in 10 Minuten zu starten. Das Flugzeug wurde genügend aufgetankt, um einige Runden um Kathmandu fliegen zu können!"

    Runden um den Flughafen von Kathmandu waren letztendlich zwar nötig, aber nicht aufgrund des schlechten Wetters, sondern weil vor uns noch zwei weitere Flieger sich gereiht haben. Aber mittlerweile war es so klar geworden, dass die kleinen Extrarunden durchaus positiv betrachtet wurden.
    Ich saß neben einem Nepalesen, der seit 7 Jahren in den USA lebt und zum ersten Mal seitdem wieder Nepal besucht. Er war verärgert, auf seine Uhr schauend: "Unglaublich!! Wir sollten schon um 5.40h da sein. Jetzt ist es 11.15h!! 5,5 Stunden zu spät!!!" Ich daraufhin: "It’s ok. That‘s Nepali Time..." Das Flugzeug lachte und wenn wir nicht gelandet sind, kreisen wir noch heute :)

  • Abflug - Nächster Halt Istanbul

    Meine 5. Nepal-Reise beginnt in weniger als einer Stunde. Gerade sitze ich noch am Frankfurter Flughafen. In etwa 14 Stunden bin ich dann schon auf dem Dach der Welt.

    Während die Menschen in Deutschland um eine Stunde nach Mitternacht wohl schlummern, werde ich zu diesem Zeitpunkt nepalesischen Boden betreten. Um 5.40h in aller herrgottsfrühe!! O.O
    Vielleicht helfe ich direkt in meiner Nachbarschaft die Rollläden der Geschäfte hochzuziehen. Denn in Nepal startet der Tag sehr, sehr früh.
    Der frühe Vogel und so ;)

    Aber bevor es nach Nepal geht, gibt es noch einen kleinen Zwischenstopp in Istanbul. 3 Stunden Transit kann man sich wohl problemlos ergehen lassen. Habe ja genügend (Uni-)Lektüre mitgebracht...

    Mit Turkish Airlines bin ich schon im September 2013 nach Nepal geflogen. Kann ich jedem nur ans Herz legen. Preis-Leistungs-Verhältnis (Kosten-Dauer) ist phänomenal! Und das Essen schmeckt auch ;)

  • Stress pur...

    Eigentlich bin ich immer recht entspannt vor meinen Abreisen nach Nepal. Gut, beim ersten Mal war ich noch extrem aufgeregt, plante ich doch über ein halbes Jahr von Zuhaus wegzubleiben. Aber mittlerweile dachte ich echt, ich hätte eine gewisse Routine entwickelt.
    Lang dauert das Packen für Nepal nicht mehr. Ich weiß, wie das Klima vor Ort ist. Ich weiß, dass sollte ich etwas dringendes nachgerüstet bekommen wollen, ich es auch vor Ort besorgen kann. Nein, das Packen für Nepal-Aufenthalte ist schon lang nicht mehr das Problem. Daher habe ich bis jetzt auch noch nichts gemacht :) Schließlich habe ich ja noch ziemlich genau 20 Stunden bis zum Abflug - alle Zeit der Welt ;)

    Dass, was mich am meisten stresst, ist wie immer die Uni. Seit Wochen komme ich zu kaum einer "Freizeitaktivität" mehr. Präsentationen, Blockseminare, Gruppenarbeiten... Nebenher muss ich ja auch noch Arbeiten. "Sie studieren den Master, setzen Sie Prioritäten", hieß es noch vor Kurzem. Ich weiß ja nicht auf welchem Planeten dieser Professor lebt, aber auf unserem habe ich noch keine Geldscheine an Bäumen wachsen sehen... -.-
    Seit dieser Woche befinden wir Studenten uns in den Semesterferien. Aber die uni-freie Zeit ist nicht wirklich frei von Uni. Ein paar Hausarbeiten stehen noch an... Abgabe (glücklicherweise) erst Mitte April...
    Aber da ich bis Ende März in Nepal verbringe, muss ich wohl oder übel auf dem Dach der Welt zumindest mit der Lektüre anfangen...

    Doch wann?? Tagsüber bin ich mit den Projekten unseres Vereins beschäftigt, abends gibt es (wohl) keinen Strom... Ich sehe schon, effektiv werde ich sicherlich nicht vor Ort an den Hausarbeiten schaffen können.
    Nun ja, hab den gestrigen Tag erst einmal genutzt, Literatur zu suchen... Recherche ohne Internet im (mehr oder weniger) stromlosen Nepal muss ich also nicht mehr betreiben.

    Hmmm ich könnte fast darauf wetten, dass ich dieses Mal etwas in Deutschland vergessen werde... Vielleicht sollte ich mit dem Packen beginnen, nicht dass ich ganz ohne Klamotten ankomme :P

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